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Doping : Ehemaliger Bora-Profi positiv getestet

  • -Aktualisiert am

Wie das Team Bora-hansgrohe jetzt erst mitteilte, wurde im Urin von Matzka bei einer Doping-Kontrolle am 3. März vergangenen Jahres die verbotene Substanz Tamoxifen festgestellt. Bild: Augenklick/Roth

Im deutschen Radsport gibt es einen neuen Dopingfall. Der frühere Bora-Radprofi Ralf Matzka ist bereits im vergangenen Jahr positiv getestet worden – bislang wurde er aber weder suspendiert noch gesperrt.

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          Die Dinge sind nicht einfach für das Team Bora-hansgrohe in diesen Tagen, es musste bei der Tour de France bereits einige Rückschläge hinnehmen. Peter Sagan wurde disqualifiziert, Rafal Majka gab wegen Verletzungen auf. Seit Dienstag geht es bei der Raublinger Equipe, die bis Ende 2016 noch unter dem Namen Bora-Argon firmierte, offiziell auch um das Thema Doping: Im Visier steht ein ehemaliger Rennfahrer der Mannschaft, der Frankfurter Ralf Matzka, einst Trainingspartner von John Degenkolb.

          Rainer Seele

          Sportredakteur.

          Wie das Team Bora-hansgrohe jetzt erst mitteilte, wurde im Urin von Matzka bei einer Doping-Kontrolle am 3. März vergangenen Jahres die verbotene Substanz Tamoxifen festgestellt, offenbar in geringen Mengen. Die Ursache dafür sei vermutlich verunreinigtes Wasser gewesen, hieß es, das sollen mehrere Gutachten belegen.

          Ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft wurde mangels Tatverdachts im September 2016 eingestellt. Matzka, der nie eine große Rundfahrt bestritt und das bayrische Team nach der Saison 2016 verließ, wurde vom Internationalen Radsportverband (UCI) trotz des positiven Tests bisher nicht suspendiert. Die UCI hat allerdings Ermittlungen eingeleitet und Klage erhoben. Tamoxifen führt unter anderem zu einem Anstieg der Blutplasmakonzentration des Hormons Testosteron.

          Tour de France

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