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Doping-Vergangenheit : Armstrong gesteht unter Eid

  • -Aktualisiert am

Lance Armstrong packt aus Bild: AFP

Lance Armstrong legt ein umfassendes Geständnis über seine Doping-Vergangenheit ab. Der ehemalige Radprofi bestätigte unter Eid die gegen ihn erhobenen Anschuldigungen und nennt auch die Namen seiner früheren Helfer.

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          Lance Armstrong hat bereits 1995, noch vor seiner Krebserkrankung, bei der Frankreich-Rundfahrt das verbotene Medikament Erythropoietin zu Doping-Zwecken eingenommen. Das geht aus einem umfassendes Geständnis unter Eid über seine Doping-Vergangenheit hervor.

          Nach einem Bericht in der amerikanischen Zeitung „USA Today“ hat der ehemalige Radprofi in einem Zivilgerichtsverfahren in seinem Bekenntnis sowohl die Personen benannt, von denen er die verbotenen Substanzen erhielt, als auch die Helfershelfer, die in das jahrelange Beschaffungsprogramm verwickelt waren. Dazu werden auch erstmals die Namen von Mitwissern genannt. Darunter von solchen Figuren wie dem „Motoman“, der auf dem Motorrad während der Tour de France die kühl gehaltenen Epo-Kanülen in Thermoskannen zu den Etappenzielen transportierte.

          Aussage bestätigt die Anschuldigungen

          Die Aussage des Texaners bestätigt im Wesentlichen die Anschuldigungen, die von der amerikanischen Anti-Doping-Agentur 2012 im Rahmen ihrer Ermittlungen zusammengetragen worden waren. Als Beschaffer in der Zeit im US Postal Team ab 1999 nannte Armstrong den Masseur Pepi Marti und die Ärzte Dr. Pedro Celaya, Dr. Luis García del Moral und Dr. Michele Ferrari.

          Auch die dubiose Rolle des Sportlichen Direktors Johan Bruyneel, der den siebenmaligen Tour-de-France-Gewinner zunächst im US Postal Team und nach seinem Comeback bei Astana und RadioShack betreute, kommt zur Sprache. Der Belgier habe „teilgenommen und geholfen“, heißt es in dem Papier. Sein Doping-Verfahren sowie das gegen Celaya und Marti lief erst Ende des vergangenen Jahres mit sehr viel Verspätung an.

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