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Doping-Skandal : Wada prüft neue Vorwürfe

  • Aktualisiert am

Die russischen Sportler werden beschuldigt, anabole Steroide genommen zu haben. Bild: dpa

Die Welt-Anti-Doping-Agentur prüft neue Vorwürfe gegen vier russische Olympiasieger. An den Fällen von Sotschi soll auch der russische Geheimdienst beteiligt sein.

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          Die Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) prüft jüngste Doping-Vorwürfe gegen Russland, wonach vier Olympiasieger aus dem Gastgeberland der Winterspiele 2014 in Sotschi gedopt gewesen sein sollen. Dies teilte die Wada am Dienstag mit. Der russische Whistleblower Witali Stepanow hatte dies am vergangenen Sonntag in der Sendung „60 Minutes“ des US-Fernsehsender CBS behauptet.

          Stepanow hatte von einem Gespräch mit dem früheren Chef des Moskauer Doping-Kontrolllabors, Grigori Rodschenkow, berichtet, in dem dieser eine Sotschi-Liste positiv getesteter russischer Athleten erwähnt habe. Vier russische Olympiasieger sollen demnach verbotene Steroide genommen haben. Der russische Geheimdienst FSB habe bei der Vertuschung mitgeholfen.

          „Der Wada ist es noch nicht gelungen, diese Behauptungen unabhängig zu überprüfen, wird aber weitere Untersuchungen zu den Vorwürfen unverzüglich durchzuführen“, heißt es in der Wada-Mitteilung. „Die Vorwürfe bieten echten Grund zur Besorgnis, da sie neue Behauptungen über Versuche enthalten, das Anti-Doping-Programm bei den Sotschi-Spiele zu untergraben“, sagte Wada-Präsident Sir Craig Reedie.

          Rodschenkow sei bereits von der unabhängigen Kommission der Wada, die den von Witali Stepanow und seiner Frau Julia mit aufgedeckten Doping-Skandal in der russischen Leichtathletik untersucht hatte, befragt worden. Informationen in Bezug auf die Sotschi-Spiele habe er jedoch nicht preisgegeben. „Es ist überraschend, solche Behauptungen nun viele Monate, nachdem die Kommission ihre Arbeit beendet hat, zu erfahren“, meinte Reedie.

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