https://www.faz.net/-gu9-7xxxa

Doping : Russland überlässt der Wada 3000 Proben

  • Aktualisiert am

Dopingproben Bild: dpa

Russland wehrt sich gegen den Vorwurf, seine Leistungssportler systematisch zu dopen. Gleichzeitig wurden der Welt-Anti-Doping-Agentur tausende Dopingproben zur Nachkontrolle übergeben.

          1 Min.

          Nach schweren Vorwürfen über systematisches Doping im russischen Spitzensport haben die Behörden des Landes internationalen Ermittlern 3000 Proben zur Laboranalyse überlassen. Eine Kommission der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) habe die Proben abgeholt, sagte der russische Sportminister Witali Mutko der Staatsagentur Itar-Tass zufolge. In der ARD-Dokumentation vom 3. Dezember über Doping in Russland habe es „gewisse Hinweise auf Fakten“ gegeben, meinte Mutko, denen nachgegangen werden müsse.

          „Wir sollten sie untersuchen. Und wir sind bereit, wenn wir etwas nicht so machen, wie es sein soll, es zu korrigieren“, sagte der Minister. Zugleich warnte er davor, wegen einzelner Fälle einem ganzen Land - „womöglich noch unter dem Deckmantel des Staates“ - ein Doping-System zu unterstellen. „Es ist eine Tatsache, dass Doping nicht nur eine Angelegenheit Russlands ist“, sagte er.

          Mutko verwies darauf, dass Moskau im Kampf gegen Doping auch eine Konvention der Unesco ratifiziert habe. „Ich kann sagen, dass wir in den vergangenen vier Jahren eine gewaltige Arbeit erledigt haben“, betonte der Politiker. Wegen der in dem ARD-Film von russischen Sportlern geäußerten Vorwürfe habe Russland auch einen Brief an die WADA geschrieben: „Wir gehen den Weg der Offenheit.“

          Weitere Themen

          Der Super-Bowl-Macher

          Quarterback Tom Brady : Der Super-Bowl-Macher

          Tom Brady, der älteste aktive Spieler der NFL, führt Tampa Bay ins Finale. Für die Buccaneers ist es das erste seit 2003 – für den überragenden Quarterback schon das zehnte. Wie hat er das geschafft?

          Topmeldungen

          Im Großbritannien von Premierminister Boris Johnson wird der Astra-Zeneca-Impfstoff schon verabreicht, in der EU noch nicht.

          Astra-Zeneca und die EU : Die große Impfstoff-Irritation

          Die Entscheidung des Impfstoffherstellers Astra-Zeneca die Auslieferung in die EU zu drosseln, sorgt für großen Ärger. Vertreter in Brüssel berufen sich auf vertragliche Zusagen. Es geht um Milliarden und die Reputation.
          Hier kommt niemand mehr rein: Der Eingang des Humboldt-Klinikums am Montag

          Berliner Humboldt-Klinikum : Klinikum unter Quarantäne

          Das Vivantes-Humboldt-Klinikum in Berlin bleibt wegen Dutzenden Infektionen mit der britischen Virus-Variante B.1.1.7 geschlossen. Gesundheitssenatorin Kalayci rechnet mit weiteren Fällen.
          Schriftzug an einer Wand in Paris am 19. Januar gegen Olivier Duhamel, der seinen Stiefsohn jahrelang missbraucht haben soll.

          Inzest-Debatte in Frankreich : „Beim ersten Mal war ich sechs Jahre alt“

          Unter dem Hashtag #metooinceste berichten Tausende Franzosen auf Twitter über Inzest und sexuelle Gewalt in ihrer Kindheit. Jede zehnte Person hat laut einer Umfrage Erfahrungen mit Inzest gemacht. Präsident Macron ist gefordert.

          Lernen im Homeschooling : Das Leben fühlt sich nicht echt an

          Im Homeschooling leiden besonders die Grundschüler, die mit dem selbständigen Lernen oft heillos überfordert sind. Auch Eltern und Lehrer kommen an ihre Grenzen. Psychologen raten, den Druck rauszunehmen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.