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Urteil im Doping-Prozess : Mehr Geld als Recht

Urteil gegen den Organisator eines Doping-Rings: vier Jahre und zehn Monate Haft und drei Jahre Berufsverbot für den Mediziner Mark S. Bild: Reuters

Das Ende im Doping-Prozess von München und die Veröffentlichung des Cas-Urteils zum russischen Staats-Doping zeigen den Wert staatlicher Strafverfolgung. Und die Bereitschaft des Sports, freihändig das Recht den eigenen Interessen zu opfern.

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          Vier Jahre und zehn Monate Haft und drei Jahre Berufsverbot als Humanmediziner für den Erfurter Arzt Doktor Mark S., über Jahre erfolgreicher Organisator eines internationalen Doping-Rings für Profisportler aus der zweiten und dritten Reihe. Dazu Haft- und Geldstrafen für seine Helfer, das ist das Urteil des Landgerichts München II im ersten größeren Strafprozess gegen Organisatoren des Doping-Geschäfts, seit hierzulande vor gut fünf Jahren das Anti-Doping-Gesetz in Kraft trat.

          Es ist ein überaus prägnanter Zufall, dass einen Tag, bevor in München Recht gesprochen wurde, das Urteil in einer viel weitreichenderen Betrugssache öffentlich wurde. Das Internationale Sportschiedsgericht Cas veröffentlichte die Entscheidung aus dem Dezember zum russischen Staats-Doping. Es ist ein Dokument des Scheiterns der Eigenverantwortlichkeit des Sports.

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