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Doping-Prozess Schumacher : Placebo statt Doping?

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Selters statt Sekt? Bei Gerolsteiner will ein Arzt Placebo verabreicht haben Bild: dpa

Hat ein Mannschaftsarzt des Team Gerolsteiner wirklich quasi Selters als Sekt verkauft? Achim Spechter behauptet jedenfalls, Sportler mittels Pacebos behandelt zu haben. Andere Ärzte haben sich mit Urlaub entschuldigt.

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          Der frühere Mannschaftsarzt Achim Spechter hat nach eigenen Angaben beim Team Gerolsteiner nie Dopingmittel verabreicht und sich dabei einer ungewöhnlichen Strategie bedient. Der Mediziner sagte am zehnten Verhandlungstag im Betrugsprozess gegen Stefan Schumacher vor dem Stuttgarter Landgericht aus, dass er einem Radprofi Placebos anstelle des vom Sportler gewünschten Dopingmittels Synacthen verabreicht habe. Er habe den Athleten „im Glauben gelassen“, dass es sich um das verbotene Präparat gehandelt habe, sagte der als Zeuge geladene Spechter. Dopingmittel habe er nie verabreicht. „Ich kann für mich reinen Gewissens sagen, dass ich das Risiko nie eingegangen bin.“

          Spechter war der erste Arzt, der vor der 16. Strafkammer Rede und Antwort stand. Der damals leitende Teamarzt Ernst Jakob, der ebenfalls am Donnerstag hätte aussagen sollen, ließ sich mit dem Hinweis auf eine Urlaubsreise entschuldigen. Am Mittwoch hatte der ehemalige Teamarzt Mark Schmidt per Fax erklärt, dass er bis zum 3. Juli an der Ostsee Urlaub mache und deshalb nicht aussagen könne.

          Schumacher wird vorgeworfen, sich Gehalt von mehr als 150 000 Euro erschlichen zu haben. Trotz Nachfrage habe er 2008 Doping bei der Tour de France geleugnet. Später war er positiv getestet worden.

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