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Doping-Netzwerk : Verfahren gegen estnischen Trainer

Doping im Skilanglauf. Welche Rolle spielte der estnische Trainer? Bild: dpa

Welche Rolle spielt der Este Alaver im Erfurter Doping-Netzwerk? Der Langlauftrainer ist von estnischen Strafverfolgern vernommen worden, kam aber nach wenigen Stunden wieder frei.

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          Die Innsbrucker Staatsanwaltschaft prüft derzeit, ob sie ihr Ermittlungsverfahren gegen den estnischen Langlauftrainer Mati Alaver an die Strafverfolger in dessen Heimatland abgeben soll oder ob sie die estnische Staatsanwaltschaft im Wege des Rechtshilfeersuchens um Amtshilfe bitten soll, um ein Verfahren in Österreich gegen den Trainer anzustrengen. Das sagte Thomas Willam, Sprecher der Tiroler Ermittlungsbehörde, der F.A.Z..

          Christoph Becker
          Sportredakteur.

          Ausschlaggebend dürfte sein, welche Rolle dem 65 Jahre alten Trainer vom Erfurter Mediziner Mark S. bei dessen Vernehmungen durch die Münchner Staatsanwaltschaft zu dem von S. mutmaßlich betriebenen Doping-Netzwerk zugeschrieben wird. Drei estnische Langläufer, darunter zwei, die bei der Doping-Razzia in Seefeld anlässlich der Nordischen Ski-Weltmeisterschaft festgenommen worden waren, geben an, über Alaver mit S. in Kontakt gekommen zu sein.

          Alaver ist der über Jahre prominenteste estnische Langlauftrainer, er war bis 2011 Trainer der estnischen Männer-Mannschaft und trainierte zuletzt das Privatteam Haanja, dem die Verhafteten angehörten. Auch mit dem in Seefeld verhafteten Kasachen Alexej Poltoranin stand Alaver in Kontakt, bis vergangenes Jahr als dessen Trainer.

          Alaver war am Montag von estnischen Strafverfolgern vernommen worden, die ebenfalls ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Anleitung zum Doping gegen ihn eröffnet haben, war aber nach wenigen Stunden wieder auf freiem Fuß. Doping als solches ist in Estland nicht strafbar.

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