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Doping in der Leichtathletik : Eine französische Affäre

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Ein Hammer kurz vor der EM: Quentin Bigot und sein Trainer stehen unter Verdacht Bild: AFP

Unruhe in der Leichtathletik kurz vor der EM in Zürich: Ein französischer Hammerwerfer wurde des Dopings überführt. Und sein Trainer sieht sich ebenfalls einem Verfahren gegenüber.

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          Auf die Leichtathletik fällt, kurz vor den am kommenden Dienstag in Zürich beginnenden Europameisterschaften, wieder ein Schatten. Die Staatsanwaltschaft Metz hat ein Ermittlungsverfahren gegen einen der bekanntesten französischen Leichtathletik-Trainer, Raphaël Piolanti, eingeleitet. Dem ehemaligen französischen Meister und Olympiateilnehmer im Hammerwerfen wird vorgeworfen, Sportler dazu ermutigt zu haben, zu dopen sowie Dopingmittel erworben und an Sportler weitergegeben zu haben. Der 46 Jahre alte Piolanti, inzwischen Manager der französischen Werfer, war dieser Tage in Polizeigewahrsam genommen haben. Er bestreitet die Vorwürfe.

          Ausgelöst wurde die Affäre durch eine positive Dopingprobe des französischen Hammerwerfers Quentin Bigot bei der Team-Europameisterschaft Ende Juni in Braunschweig. Bei Bigot war das anabole Steroid Stanolozol entdeckt worden. Nach Angaben des französischen Leichtathletik-Verbandes wurde Bigot inzwischen für vier Jahre gesperrt; die Hälfte der Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt.

          Aussagen von Bigot sollen die Doping-Fahnder, wie es heißt, auf die Spur von Piolanti gebracht haben. Piolanti, der 2013 zum besten Leichtathletik-Trainer Frankreichs gewählt worden war, behauptete nach Angaben französischer Medien, dass die Sportler ihm die Schuld für ihr eigenes Fehlverhalten zuschieben wollten. Er darf in jedem Fall Frankreich während des Verfahrens nicht verlassen, keinen Kontakt zu den Sportlern aufnehmen und bis auf weiteres keine Aktivitäten als Trainer ausüben. Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, waren mehrere Personen aus dem sportlichen Umfeld von Bigot angehört worden. Zudem wurden mehrere französische Werfer vernommen.

          Unter Piolanti war der 21 Jahre alte Bigot 2011 Junioren-Europameister geworden. Er nahm im Jahr darauf an den Olympischen Spielen in London teil und stellte im vergangenen März mit 78,58 Metern eine persönliche Bestweite auf.

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