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„Operation Aderlass“ : Gedopt, aber angeblich nichts gespürt

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Doper Dominik Baldauf: Große Auswirkungen auf seine Leistungen habe er nicht wahr genommen. Bild: dpa

Der ehemalige Ski-Langläufer Dominik Baldauf hatte Blutdoping und die Einnahme von Wachstumshormon zugegeben. Nun bekam er vom Landgericht Innsbruck sein Urteil.

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          Der im Zuge der „Operation Aderlass“ aufgeflogene Ski-Langläufer Dominik Baldauf ist vom Landgericht Innsbruck wegen gewerbsmäßigen schweren Sportbetrugs zu fünf Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Der 27-jährige Österreicher hatte im Prozess am Dienstag Blutdoping und die Einnahme von Wachstumshormon zugegeben.

          Baldauf gehört zu jenen 23 Sportlern, die Ermittler zum Kundenkreis des Erfurter Mediziners Dr. Mark S. zählen. Er habe sich im April 2016 erstmals Blut abnehmen lassen, ab Herbst 2017 sei Wachstumshormon dazu gekommen. An das Doping herangeführt worden sei er von Langlauf-Kollege Johannes Dürr, der die Ermittlungen mit seinen Aussagen in einem Interview mit der ARD ins Rollen gebracht hatte.

          Die Staatsanwaltschaft hatte argumentiert, den Sponsoren und Veranstaltern sei ein Schaden von mindestens 50.000 Euro entstanden. Das hatte Baldaufs Verteidiger zurückgewiesen, seiner Aussage zufolge hätten Mitarbeiter des Österreichischen Ski-Verbandes und auch der Skifirma vom Doping gewusst. Damit könne von Täuschung keine Rede sein.

          Der frühere Cheftrainer des ÖSV, Gerald Heigl, sagte aus, er habe seit 2016 von Baldaufs Doping gewusst, ein Servicemann des Sportlers habe ihn informiert. Er habe sie innerhalb des Verbands aber nicht weitergegeben. Der Servicemann, gegen den ebenfalls ein Verfahren läuft, gab an, seinem Sportler Wachstumshormon beschafft zu haben. Baldauf sagte aus, ihm tue das Doping leid, große Auswirkungen auf seine Leistungen habe er nicht wahr genommen und um Geld sei es ihm dabei nicht gegangen. Die Strafe, zu der er gleichwohl verurteilt wurde, gleicht jener, die sein Teamkollege Max Hauke im Oktober erhalten hatte.

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