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Doping-Erklärung : Goldmanns Unterschrift

Trainer Werner Goldmann (Foto: am 16. Februar im Arbeitsgericht Darmstadt) hat sich gegenüber der Steienr-Kommission erklärt Bild: dpa

Auch Leichtathletik-Trainer Werner Goldmann hat eine Erklärung zu seiner Vergangenheit im DDR-Doping-System abgegeben. Diese liegt nach Informationen von FAZ.NET der Steiner-Kommission vor. Damit könnte der Weg zu einer Weiterbeschäftigung Goldmanns in der deutschen Leichtathletik frei sein.

          Auch Leichtathletik-Trainer Werner Goldmann hat eine Erklärung zu seiner Vergangenheit im DDR-Doping-System gegenüber der Unabhängigen Kommission zur Prüfung von Trainern mit Doping-Vergangenheit unter Vorsitz des ehemaligen Bundesverfassungsrichters Udo Steiner abgegeben. „Bei uns ist ein Schreiben von Herrn Goldmann eingegangen, das an die Steiner-Kommission weitergeleitet wurde“, sagte der Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV), Clemens Prokop.

          Die Erklärung unterscheide sich von den Erklärungen der Trainer Klaus Baarck, Gerhard Böttcher, Rainer Pottel, Maria Ritschel und Klaus Schneider, die am Montag bekanntgeworden waren (siehe: Doping in der DDR: Fünf Trainer bekennen sich zu Verfehlungen). Diese waren als „wichtiger sportethischer Schritt“ begrüßt worden, Bedenken hinsichtlich der Weiterbeschäftigung der Trainer bestünden nun nicht mehr (siehe: Doping-Kommentar: Unpersönliches Papier).

          Erklärung zu Anschuldigungen von Gerd Jacobs

          Nach Informationen von FAZ.NET liegen wesentliche Unterschiede zu der Erklärung der anderen Trainer in einer Stellungnahme Goldmanns zu den Behauptungen des ehemaligen Kugelstoßers Gerd Jacobs. Er hatte Goldmann vorgeworfen, ihn als Trainer in der DDR gedopt zu haben. Goldmann hatte das stets bestritten. Wohl am Mittwoch der kommenden Woche wird es eine neue Empfehlung der Kommission an die Präsidien des Deutschen Olympischen Sportbundes und des DLV geben. Es ist davon auszugehen, dass die Kommission Goldmanns Erklärung hinsichtlich einer Weiterbeschäftigung im Bereich des DLV wie die der anderen Trainer bewertet.

          Vor den Olympischen Spielen in Peking 2008 hatte Goldmann, Trainer von Diskuswerfer Robert Harting, eine Ehrenerklärung unterschrieben, nach der er in das DDR-Doping-System nicht involviert gewesen sei. Nach den Anschuldigungen Jacobs’ gegen Goldmann hatte die Steiner-Kommission zunächst einer Reise des Trainers nach Peking zugestimmt, dann aber über die Anstellung Goldmanns beraten und die Trennung empfohlen. Der DLV hatte daraufhin das Arbeitsverhältnis mit Goldmann über den 31. Dezember 2008 nicht verlängert. Gegen die Nicht-Weiterbeschäftigung wehrt sich Goldmann bislang mit einer Klage vor dem Arbeitsgericht Darmstadt (siehe: Spezial zum Fall Goldmann: Versagen der Athleten und Fall Goldmann: Sie wollen reden - aber nicht vor Gericht).

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