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Wegen Dopings : Cas sperrt zwölf russische Athleten

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Einer der gesperrten Athleten: Iwan Uchow, Olympiasieger in London 2012, hier bei der WM 2014 Bild: AFP

Ein weiteres Urteil im Kampf gegen das institutionelle Doping in Russland: Der Internationale Sportgerichtshof hat wieder russische Leichtathleten gesperrt. Darunter ist auch ein Olympiasieger.

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          Der Internationale Sportgerichtshof Cas hat zwölf russische Leichtathleten um den London-Olympiasieger Iwan Uchow wegen Dopings gesperrt. Das teilte der Cas am Freitagnachmittag mit. „In allen Fällen wurden die Athleten für schuldig befunden, gegen die Anti-Doping-Bestimmungen verstoßen zu haben“, teilte der Cas mit. Die Sportler seien im Zeitraum von 2012 bis 2013 Teil eines Dopingprogramms mit Anabolen Steroiden gewesen und hätten von „Schutzmethoden“ profitiert.

          Grundlage der Sperren ist der Report des Wada-Sonderermittlers Richard McLaren. Der Kanadier hatte in seiner von der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) in Auftrag gegebenen Untersuchung institutionelles Doping in Russland aufgedeckt.

          Uchow, Goldmedaillengewinner im Hochsprung bei den Olympischen Spielen in London, wurde für vier Jahre gesperrt, seine Ergebnisse zwischen dem 16. Juli 2012 und dem 31. Dezember 2015 annulliert. Insgesamt bewegen sich die Sperren der Sportler zwischen zwei und acht Jahren. Zu den gesperrten Athleten gehört unter anderem auch die ehemalige Hochsprung-Weltmeisterin und London-Dritte Swetlana Schkolina, der ehemalige Hallen-Weltmeister Ljukman Adams (Dreisprung) und die zweimalige Staffel-Weltmeisterin Tatjana Firowa (4x400). Acht Jahre Sperre erhielt Tatjana Lyssenko. Der Hammerwerferin war wegen Dopings bereits der Olympiasieg 2012 aberkannt bekommen, nun wird sie auch den WM-Titel 2013 verlieren.

          „Im Moment ist es erst eine Entscheidung in erster Instanz“, sagte Dmitri Schljachtin, Präsident des russischen Leichtathletik-Verbandes Rusaf, der Nachrichtenagentur Tass: „Wir müssen die Urteilsbegründung abwarten, bevor wir entscheiden, was die nächsten Schritte sind.“ Gegen die Urteile können die Athleten innerhalb von 21 Tagen Einspruch einlegen.

          Seit November 2015 ist die Rusaf wegen des Dopingskandals vom Weltverband IAAF ausgeschlossen. Daher ist laut Statuten der IAAF der Cas für die Sanktionierung russischer Leichtathleten zuständig.

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