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Radsport-Betrüger Armstrong : Doping schon mit 21

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Der große Lügner: Lance Armstrong Bild: AP

Der als Doping-Betrüger überführte ehemalige Radsport-Star Lance Armstrong hat schon in jungen Jahren gedopt und nicht erst auf dem Höhepunkt seiner Karriere mit den sieben später aberkannten Tour-Siegen.

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          Der frühere Radsport-Star und inzwischen als Doping-Betrüger überführte Lance Armstrong hat zugegeben, „wahrscheinlich im Alter von 21“ mit Doping begonnen zu haben. Das sagte der Amerikaner in einer zweiteiligen Dokumentation, die am 24. und 31. Mai auf dem Fernsehsender ESPN ausgestrahlt wird.

          Der heute 48-jährige Armstrong erklärte, stets von den Praktiken gewusst zu haben. Er habe die Entscheidung selbst getroffen, sagte Armstrong: „Niemand hat gesagt „Frag nicht, das ist das, was du bekommst.“ Ich hätte das nie mit mir machen lassen. Ich habe mich informiert, was ich bekomme, und ich habe das bewusst gemacht“, sagte er.

          Armstrong hatte zwischen 1999 und 2005 siebenmal in Folge die Tour de France gewonnen, war später aber des systematischen Dopings überführt worden. Seine Toursiege wurden ihm aberkannt, zudem wurde er lebenslang für alle Sportveranstaltungen gesperrt, die den Regularien der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) folgen.

          Zahlreiche Weggefährten wie Floyd Landis berichteten von einem weit verzweigten Doping-System im damaligen Rennstall US Postal. Die amerikanische Anti-Doping-Agentur (Usada) sprach vom „anspruchsvollsten, professionellsten und effizientesten Doping-System in der Geschichte des Sports“.

          Der in seiner Jugend als Triathlet aktive Armstrong hatte im Alter von 21 Jahren zum ersten Mal als Radprofi auf sich aufmerksam gemacht, als er 1993 in Oslo jüngster Straßen-Weltmeister wurde. Drei Jahre später erkrankte er an Hodenkrebs, kam aber 1998 zurück in der Radsport und galt als genesen. Von nun an dominierte er die Szene - mit seinen sieben Tour-Siegen als Krönung. 2005 trat er als zwar angezweifelter, aber noch nicht des Dopings überführter internationalen Star vom Radrennsport zurück. Ein Comeback zwischen 2009 und 2011 blieb erfolglos, danach widmete er sich ein Jahr lang dem Triathlon.

          Der Dominator unterhielt ein Schreckensregime im Peloton: Lance Armstrong.

          Sein Status changierte zwischen Volksheld und Sportpromi. Er war sogar für eine politische Karriere im Gespräch. Armstrong engagierte sich in der Krebsforschung und galt über seine „Staystrong“-Stiftung vielen Amerikanern und auch weltweit als Vorbild.

          Erst 2012 wurde Armstrong von der Usada wegen Dopings angeklagt und später rückwirkend gesperrt. Armstrong leugnete zunächst beharrlich, gedopt zu haben. Erst in einem Interview mit Talkmasterin Oprah Winfrey gestand er seine umfangreichen Doping-Praktiken während seiner Tour-de-France-Dominanz. Fortan galt er nicht mehr als Sportheld, sondern als größter Doping-Sünder des Sportgeschichte. Dass er allerdings so früh damit anfing, ist neu.

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