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Anti-Doping-Gesetz : De Maizière wirft Athleten Unkenntnis vor

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Zielsicher: Der Innenminister (r.) beim Besuch im Sportzentrum Kienbaum Bild: dpa

Der Bundesinnenminister hat die Kritik von Diskuswerfer Robert Harting am geplanten Anti-Doping-Gesetz erwidert. Viele Sportler hätten nur unzureichende Detailkenntnisse.

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          Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat die Kritik namhafter Sportler wie Robert Harting am geplanten Anti-Doping-Gesetz zurückgewiesen. „Erstmal gibt es ja nicht nur Gegenwind, sondern wir haben von Sportlern auch viel Rückenwind für das Gesetz. Zum anderen beruht manche Kritik an dem Gesetzentwurf auf Unkenntnis“, sagte der Minister bei seinem Besuch im Bundesleistungszentrum Kienbaum. Dort traf er auch mit die frühere Weltrekordlerin im Hammerwerfen Betty Heidler, die wie Diskus-Olympiasieger Harting eine Klage gegen das Gesetz angekündigt hatte, wenn der bisherige Entwurf verabschiedet wird.

          Harting hatte unlängst Sportpolitikern im Bundestag seine Ängste geschildert und unter Verweis auf die geplante Strafbarkeit des Besitzes von Dopingmitteln erklärt: „Ich fühle mich durch das Gesetz nicht geschützt. Die Rahmenbedingungen, die wir Sportler brauchen, existieren nicht“. Seine Tasche sei bei Wettkämpfen bis zu 80 Prozent der Zeit ohne Beobachtung, sagte Harting und fragte, wie er verhindern solle, dass ihm jemand unerlaubte Präparate unterschiebe.

          Minister de Maizière versuchte den Athleten ihre Ängste zu nehmen. Nur „der Besitz kleiner Mengen in Verbindung mit der Absicht, sie auch zu nehmen“ werde strafbar, erläuterte de Maizière. „Damit ist ein erheblicher Teil der Sorgen der Sportler weg“, folgerte er.

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