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Doping-Nachwehen von Sotschi : Gold für deutsche Biathlon-Staffel?

  • Aktualisiert am

Russland und Olympia: Weitere Doping-Nachwehen von Sotschi. Bild: AP

Im Zuge des russischen Doping-Skandals gerät Biathlet Ustjugow ins Visier der Fahnder. Die deutsche Männer-Staffel könnte Gold bekommen – fünf Jahre nach dem Wettkampf.

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          Die deutsche Biathlon-Staffel der Männer könnte nachträglich Olympia-Gold von 2014 erhalten. Im Zuge des russischen Doping-Skandals werden die Russen nach einem ARD-Bericht vom Freitag beschuldigt, die Daten des in Sotschi zum Gold-Quartett der Gastgeber gehörenden Jewgeni Ustjugow und auch von Swetlana Slepzowa, der Staffel-Olympiasiegerin von 2010, im Moskauer Kontrolllabor manipuliert zu haben.

          Wada-Chefermittler Günter Younger sagte der ARD, man habe den Biathlon-Weltverband (IBU) „entsprechend unterstützt“. „Die IBU hat bereits im November 2018 Verfahren gegen Jewgeny Ustyugow, Svetlana Slepzowa und zwei weitere russische Biathleten auf Grundlage der Moskauer LIMS Daten eingeleitet. Bereits damals hat die IBU eng mit der Wada und besonders mit dem Wada Intelligence and Investigation Department zusammengearbeitet“, teilte die IBU am Freitag mit: „Die Verfahren gegen die genannten Athleten sind beim IBU Anti-Doping Hearing Panel noch immer anhängig, und daher kann die IBU aus rechtlichen Gründen keine weiteren Angaben zu Inhalten oder Entwicklungen dieser Verfahren machen.“

          Es sei schön, wenn fünf Jahre später unseren Athleten irgendwo Gerechtigkeit widerfahre, sagte der Sportliche Leiter der deutschen Biathleten, Bernd Eisenbichler: „Allerdings hat es natürlich immer einen faden Beigeschmack, wenn du fünf Jahre später die olympische Goldmedaille um den Hals gehängt bekommst.“ Die Entscheidung über eine Disqualifikation der russischen Staffel trifft allerdings das Internationale Olympische Komitee. Erik Lesser, Daniel Böhm, Arnd Peiffer und Simon Schempp hatten bei den Winterspielen 2014 das Duell gegen die Russen verloren.

          Ustjugow hat seine Karriere danach beendet, Doping hat er genau wie Slepzowa stets bestritten. Das Wada-Exekutivkomitee hatte am Montag die russische Anti-Doping-Agentur bis 2023 suspendiert. Athleten des Landes dürfen in diesem Zeitraum nicht unter der russischen Fahne, sondern nur als neutrale Sportler starten, wenn sie nicht in den Staats-Doping-Skandal verwickelt gewesen sind. Die Russen wollen gegen die Wada-Entscheidung in die Berufung gehen.

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