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Reformgruppen der Fifa : Ein Gruselkabinett von Dunkelmännern

  • -Aktualisiert am

Funktionäre, die jetzt aufstehen müssten, gehen in Deckung: zum Beispiel Michel Platini und Wolfgang Niersbach (rechts) Bild: dpa

In der Fifa-Arbeitsgruppe sitzen alle beisammen: mutmaßliche Erpresser, erwiesene Manipulateure, erklärte Reformgegner, enge Freunde inzwischen lebenslang gesperrter Funktionäre und hilflose Schwafler.

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          Sie bleiben sich treu, die Funktionäre des Internationalen Fußball-Verbandes (Fifa). In ihrem sicheren Gefühl dafür, alles dafür zu tun, dass sich das Bild der Krisen-Organisation weiter eintrübt. Das gilt derzeit vor allem für diejenigen, die sich gerade erst mit großem Tamtam in einer speziellen Arbeitsgruppe den Reformen verschrieben haben. Angeblich. Denn in Wirklichkeit entwickelt sich ausgerechnet dieses Gremium in guter alter Fifa-Tradition mehr und mehr zu einem Gruselkabinett von Dunkelmännern. Jetzt sieht sich das Mitglied Gorka Villar mit weniger schönen Vorwürfen konfrontiert. Der Sohn des spanischen Fußballpräsidenten Angel Maria Villar, dieser ist übrigens Mitglied des Fifa-Vorstandes und ein ausgeprägter Reformgegner, soll Vereinsvertreter aus Uruguay erpresst haben. Das behaupten mehrere Medien in Südamerika. Sie berufen sich auf Zeugenaussagen vor einem Gericht. Es geht um Vermarktungsgelder beim südamerikanischen Vereinswettbewerb Copa Liberatores und eine angebliche Beschwerde aus dem Jahr 2013. Ein Zufall?

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          Gorka Villar ist im Hauptberuf Generaldirektor der südamerikanischen Fußballkonföderation. Das ist jene ehrenvolle Vereinigung, aus der sich einige Funktionäre aktuell schweren Korruptionsvorwürfen der amerikanischen Justiz stellen müssen. Und in der Reformen-Arbeitsgruppe der Fifa sitzen sie nun alle beisammen: mutmaßliche Erpresser, erwiesene Manipulateure, erklärte Reformgegner, enge Freunde inzwischen lebenslang gesperrter Funktionäre und hilflose Schwafler. Währenddessen gehen Funktionäre, die jetzt aufstehen müssten, in Deckung. Gerade Michel Platini, der gerne Blatter-Nachfolger werden würde, oder auch der deutsche DFB-Verbandschef Wolfgang Niersbach, der ebenso im Vorstand des Weltverbandes sitzt und mehr Führungsverantwortung zeigen müsste. Aber es geht halt doch immer noch schlimmer bei der Fifa.

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