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DFB-Vizepräsident Rainer Koch : Der ewige Strippenzieher

Zum dritten Mal Interimspräsident: Rainer Koch führt den DFB auf dem Weg zum Neuanfang – mal wieder. Bild: dpa

Nach dem großen Knall beim DFB wird sich die Führung nach und nach zurückziehen. Nur einer behält die Fäden in der Hand: Rainer Koch.

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          Fritz Keller ist in wenigen Tagen DFB-Geschichte. Seine Präsidentschaft währte keine zwanzig Monate, wenn er, wie angekündigt, am Montag seinen Rücktritt vollzieht. Und sie geht unrühmlich zu Ende. An diesem Freitag spricht erstmals das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ein Urteil über einen DFB-Präsidenten. In diesem Fall über einen, der seinen Vizepräsidenten Rainer Koch auf einer Präsidiumssitzung entnervt mit dem verbrecherischen Präsidenten des Volksgerichtshofs in einem Atemzug genannt hat.

          Michael Horeni
          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Gleichgültig wie das Urteil ausfällt, wird Keller seinen Rückzug antreten. Das hat er am vergangenen Dienstag nach einer außerordentlichen Sitzung angekündigt. In den Tagen zuvor, so heißt es, war Keller mit den Nerven runter. Am Ende wollte er nur noch weg. Der DFB hatte Keller geschafft. Und Keller hat den DFB geschafft.

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