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Deutschland und Olympia : Der Präsident kommt nicht

Wenige Monate nach dem Gala-Dinner mit Kanzlerin Angela Merkel lässt das IOC München bei der Bewerbung um die Winterspiele 2018 durchfallen. Bild: Reuters

Der deutsche Sport propagiert eine Bewerbung um Olympische Spiele in Deutschland als Heilsversprechen. Als größtes Hindernis gilt die Kanzlerin. Aber auch der Sport ist darauf gar nicht vorbereitet.

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          Olympia ist nach wie vor ein Zauberwort für den deutschen Sport. Es verleitet Profis, interessante Konzepte zu präsentieren, Sportpolitiker im Stillen zu planen und Selbstdarsteller zu Marktschreierei. In Nordrhein-Westfalen arbeitet der Sportvermarkter Michael Mronz mit Unterstützung der Politik an Sommerspielen im Rhein-Ruhr-Gebiet. Berlin bereitet sich geräuschlos auf den nächsten Versuch vor. In Schmalkalden ruft ein Bankangestellter zu Winterspielen im Thüringer Wald auf. Halb Deutschland reagierte. Die ambivalente Beziehung der Deutschen zu Olympia ist ein Thema.

          Anno Hecker

          Verantwortlicher Redakteur für Sport.

          Michael Reinsch

          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Das wird auch am Samstag so sein, während der Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) in Frankfurt. Innen- und Sportminister Horst Seehofer hat sich angesagt. Er wird in seiner Ansprache vor dem Plenum so wenig an Olympia vorbeireden wollen, wie es DOSB-Präsident Hörmann darf. Denn trotz aller Kritik an Gigantismus, Verschwendung und den Ansprüchen des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) gelten die Spiele als Heilsversprechen für die Zukunft des mehr und mehr bedrängten organisierten Sports.

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