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Verschobene Vorstandssuche : Zeitspiel im Deutschen Schwimm-Verband

Der DSV ist weniger schnell unterwegs bei der Suche nach einem Vorstand als einer ihrer besten Schützlinge: Florian Wellbrock Bild: dpa

„Wir brauchen Zeit zum Durchatmen“: Der zerstrittene deutsche Schwimmverband hat vorerst keinen neuen Vorstand. Bei der Mitgliederversammlung ist die Suche danach auf 2020 verschoben worden.

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          Der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) hat die Wahl eines neuen Vorstands wie erwartet auf den Herbst 2020 verschoben. Nach Angaben des DSV votierten 392 Delegierte bei der Mitgliederversammlung am Donnerstag in Kassel bei 13 Gegenstimmen für diesen Antrag. Damit wird der DSV über die Olympischen Spiele in Tokio 2020 hinaus weiterhin von nur zwei Vizepräsidenten (Uwe Brinkmann und Wolfgang Hein) auf Ehrenamtsebene geführt. Beide kündigten an, vor dem zweiten Versuch einer Neuwahl im nächsten Jahr ihre Ämter niederzulegen.

          Anno Hecker

          Verantwortlicher Redakteur für Sport.

          Die Empfehlung einer Findungskommission, den früheren Vizepräsidenten Peter Obermark mit seinem Team zu wählen, war im Vorfeld der Mitgliederversammlung auch an dem Widerstand von Brinkmann und Hein gescheitert, ihre Posten in diesem Jahr zur Verfügung oder sich zur Wahl zu stellen.

          „Wir brauchen Zeit zum Durchatmen“, sagte Harald Walter, der Präsident des Bayerischen Schwimmverbandes, „um zu einem neuen Miteinander zu finden.“ Vorerst scheint der DSV auseinanderzudriften. Der Abteilungsleiter Wasserball, Rainer Hoppe, steht nach „reiflicher Überlegung“ und trotz „meiner großen Leidenschaft für den Schwimmsport unter dieser Konstellation nicht mehr zur Verfügung. Er hatte zuvor gegenüber den Mitgliedern schriftlich Kritik am Kurs der Führung und an deren Stil geübt: „Transparenz und eine ehrliche Kommunikation müssen wieder gelebte Werte des DSV in der Zusammenarbeit werden.“

          Auch Heiko Alt, Vorsitzender der Fachsparte Wasserspringen, will kein Amt mehr im DSV wahrnehmen. Die Vakanzen in der DSV-Führung waren mit dem Rücktritt von Gabi Dörries als Präsidentin und ihrer Stellvertreterin Andrea Thielenhaus im Dezember 2018 entstanden.

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