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Deutsche Sporthilfe : Linsenhoff tritt zurück und stellt Bedingung für Rückkehr

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Zurückgetreten: Ann Kathrin Linsenhoff legt ihr Amt nieder - bietet aber ihre Rückkehr an, sollte sich Hans-Wilhelm Gäb zurückziehen Bild: dpa

Die Vorsitzende der Stiftung Deutsche Sporthilfe, Ann Kathrin Linsenhoff, ist nach Querelen zwischen ihr und dem Aufsichtsratsvorsitzenden der Stiftung, Hans Wilhelm Gäb, zurückgetreten. Die Dressur-Olympiasiegerin bietet aber ihre Rückkehr an, sollte Gäb sich von seinem Posten zurückziehen.

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          Nach wochenlangen Querelen ist Ann Kathrin Linsenhoff als Vorstandsvorsitzende der Stiftung Deutsche Sporthilfe zurückgetreten. Einen Tag nachdem der Aufsichtsrat ihr und dem Aufsichtsratsvorsitzenden Hans Wilhelm Gäb das Vertrauen ausgesprochen hatte, informierte die Dressur-Olympiasiegerin das Gremium, „dass ich keine Basis für eine weitere Zusammenarbeit sehe und mein Amt zum 31. Dezember niederlegen werde.“

          Dies teilte Linsenhoff am Montag in einer Presseerklärung mit. Durch die Vorkommnisse der vergangenen Wochen, so die 48-Jährige weiter, „fehlt jegliches Vertrauen zwischen Hans Wilhelm Gäb und meiner Person.“ Linsenhoff ist erst knapp zehn Monate im Amt. Sie war wegen fehlender Teamfähigkeit, die ihr vor allem der frühere Sporthilfe-Chef Gäb vorgeworfen hatte, und einem Interessenkonflikt wegen ihrer Zusatztätigkeit als stellvertretende Vorsitzende des Kinderhilfswerks UNICEF in die Kritik geraten.

          Linsenhoff biete Rückkehr an, falls Gäb zurücktritt

          Die Funktionärin will ihre Amtszeit jedoch um drei Monate verlängern, damit ein Nachfolger gefunden werden kann. „Auf Bitten des Aufsichtsrats und im Sinne der Stiftung Deutscher Sporthilfe habe ich mich bereiterklärt, dass Amt bis spätestens 31. März auszuüben, um eine geordnete Übergabe sicherzustellen“, sagte Linsenhoff. Gleichzeitig erklärte sich Linsenhoff zur Rückkehr bereit, sollte der Aufsichtsratsvorsitzende Gäb von seinem Amt zurücktreten: „Ich bin sehr gerne bereit, für die Deutsche Sporthilfe langfristig Verantwortung übernehmen zu wollen, sollte sich die personelle Situation des Aufsichtsrats an entschiedender Stelle ändern.“

          Noch am Sonntag hatte der Aufsichtsrat der Stiftung Linsenhoff in einer außerordentlichen Sitzung das Vertrauen ausgesprochen und gleichzeitig Gäb gestützt. In einer am späten Sonntagabend veröffentlichten Presseerklärung hieß es, der Aufsichtsrat habe festgestellt, dass „der Vorstand der Stiftung seit seiner Neubesetzung am 1.1.2008 über uneingeschränkte Handlungsfreiheit verfügt hat und dass der Aufsichtsrat selbst die in der Verfassung vorgesehenen Rechte wahrgenommen hat“. Der Aufsichtsrat beaduerte weiter die entstandenen Irritationen, die um „die Zuwahl von Kandidaten in den Vorstand“ entstanden seien. Unter anderem ging es dabei um die Personalie Johannes B. Kerner. Gäb zeigte sich anschließend zufrieden und sah die nun von Frau Linsenhoff beendete Zusammenarbeit gestärkt.

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