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Sport in den Bundesländern : Der Westen setzt sich in Bewegung

Mit Abstand möglich: Beachvolleyball an der frischen Luft. Bild: dpa

In NRW ist schon bald erstaunlich viel Sport möglich: Sogar Freibadbetreiber können das Wasser vorwärmen. In anderen Bundesländern wird Hobbysportlern mehr Geduld abverlangt. Und manche Maßnahme mutet originell an.

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          Die Menschen aus Nordrhein-Westfalen könnten in den kommenden Wochen durchschnittlich zu den fittesten der Republik werden. Denn der Westen ist vorerst die sportlichste Region Deutschlands. Kaum war am Mittwoch die Telefonschaltkonferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Länderchefs vorüber, veröffentlichte das bevölkerungsreichste Bundesland mit Ministerpräsident Armin Laschet an der Spitze seinen Ansatz zur Lockerung der Einschränkungen im Breitensport.

          Achim Dreis
          Sportredakteur.
          Daniel Meuren
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Im föderalen Deutschland dürfte damit der Maßstab gesetzt sein, an dem die anderen 15 Bundesländer ihr Handeln in den kommenden Wochen ausrichten werden. Bislang herrscht fern von Düsseldorf, Köln oder Dortmund freilich noch Zurückhaltung und vor allem im Süden der Republik eher verordnete Bewegungsarmut.

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          Bereits erlaubt ist in Nordrhein-Westfalen schon jetzt der „Sport- und Trainingsbetrieb im kontaktlosen Breiten- und Freizeitsport, sofern der Sport auf öffentlichen oder privaten Freiluftsportanlagen oder im öffentlichen Raum stattfindet“, wie es in einer Bekanntmachung des Landes heißt. Ein Abstand zwischen Personen von 1,5 Metern und die Einhaltung strikter Hygiene- und Infektionsschutzregeln müssen natürlich gewährleistet sein. Umkleidekabinen und Duschen bleiben dabei ebenso geschlossen wie Vereinsheime.

          Zuschauer sind weiterhin untersagt mit Ausnahme einer Begleitperson bei Kindern unter zwölf Jahren. Reiter dürfen auch in Hallen wieder ihrem Sport nachgehen. Von kommendem Montag an dürfen zudem Fitnessstudios, Tanzschulen sowie Sporthallen und Kursräume von Sportvereinen unter strengen Abstands- und Hygieneauflagen öffnen.

          Sogar Freibäder können vom 20. Mai an unter Auflagen wieder öffnen. Vom 30. Mai an soll dann auch die Ausübung selbst von Sportarten mit unvermeidbarem Körperkontakt und in geschlossenen Räumen wieder gestattet werden, ebenso der Betrieb in Hallenbädern. Sportliche Wettbewerbe im Kinder-, Jugend- und Amateurbereich sind dann ebenfalls zulässig – die Nutzung von Umkleide- und Sanitäranlagen ist unter Auflagen gestattet.

          Erlaubt: Fitnessstudio an der frischen Luft.
          Erlaubt: Fitnessstudio an der frischen Luft. : Bild: dpa

          Bayern und Baden-Württemberg sehr vorsichtig

          Die Lockerungen in Nordrhein-Westfalen wirken erstaunlich angesichts der Zurückhaltung in den meisten anderen Bundesländern. Vielleicht weisen sie aber auch den Weg für den Rest der Republik, nachdem sich der Beschluss nach den Beratungen von Kanzlerin und Länderchefs noch so las: Der Sport- und Trainingsbetrieb im Breiten- und Freizeitsport unter freiem Himmel wird unter den Bedingungen, die im Beschluss der Sportministerinnen und Sportminister der Länder zum stufenweisen Wiedereinstieg in den Trainings- und Wettkampfbetrieb vorgesehen sind, wieder erlaubt.“

          Im Kontrast zur Öffnung des Sports im Westen stehen die Ankündigungen in Bayern und Baden-Württemberg. In beiden Bundesländern, die vom Coronavirus stärker betroffen waren und sind, stehen gerade einmal Lockerungen für kontaktfreien Individualsport mit Abstand wie Tennis, Leichtathletik, Golf, Reiten, Segeln oder im Flugsport bevor. Weitere Lockerungen seien erst in Arbeit.

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