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Korruptionsverdacht : Russischer Bob-Präsident verhaftet

Verhaftet: Russlands Bob-Präsident Gregory Bedjamow (r.) Bild: Picture-Alliance

Weil er den internationalen Bobverband um 300.000 Euro betrogen haben soll, ist Russlands Verbandspräsident Bedjamow verhaftet worden. Auch deutsche Trainer warten noch auf Geld.

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          Der Internationale Bob- und Skeleton-Verband (IBSF) bleibt vermutlich auf 300.000 Euro Auslagen für den russischen Verbandspräsidenten Gregory Bedjamow sitzen. Nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur „Interfax“ soll Bedjamow in Monaco verhaftet worden sein. Im März war dem früheren Mitbesitzer der bankrotten Veneshprombank in Russland Betrug vorgeworfen worden. Dem Finanzinstitut „fehlen“ mehr als zwei Milliarden Doller. Angeblich soll es einen Auslieferungsantrag Russlands an Monaco geben.

          Anno Hecker
          (ahe.), Sport

          Bedjamow, auch Vizepräsident der IBSF, hatte allen Athleten vor dem Weltcup in Sotschi 2015 für eine Teilnahme 1000 Euro versprochen. Als das Geld nicht eintraf, trat der Verband für das Versprechen ein. Weil unter anderem auch deutsche Trainer in Diensten des russischen Verbandes schon seit Monaten auf ihr Honorar für geleistete Arbeit warten, ist die Hoffnung auf eine Erstattung der 300.000 Euro an den IBSF gering.

          Den unbezahlten Trainern habe das russische Sport-Ministerium, so ein Betroffener gegenüber der F.A.Z., unterdessen die Zahlung der ausstehenden Gelder versprochen, sobald ein neuer Präsident gewählt worden sei. Bedjamows Aufgaben in der IBSF sollen auf dem Kongress im Juni auf einen Kollegen übertragen werden.

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