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Gegen den Hass : Die Strafen müssen weh tun

Sogenannte Fußballfans in Bulgarien, einem „der tolerantesten Länder der Welt“? Bild: EPA

Im Fußball hat sich ein Klima entwickelt, in dem sich Rassisten und Nazis ungeniert ausleben. Sanktionen schlugen bislang fehl. Ohne Punktabzüge und Disqualifikationen wird es nicht gehen. Aber selbst das reicht nicht.

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          Es ist drei Wochen her, da sprach „Associated Press“ mit Danilo Filacchione, beim italienischen Fußballverband zuständig für die internationalen Beziehungen. Der Anlass: der jüngste Fall der Wochenende für Wochenende auflaufenden Fälle von Beleidigungen dunkelhäutiger Spieler in der Serie A. Was tun? Falsche Frage. Denn Filacchione sagte, was nicht getan wird in Italien. „Wenn das zwei, drei oder zehn Personen sind“, sagte Filacchione mit Blick auf die Rassisten und Nazis in der Kurve, „dann können wir die Spiele nicht abbrechen.“

          Der Mann, der da erklärte, was in Italien also nicht geht gegen den Hass, war am Montagabend, so ist das im Multifunktionärsfußball, der Match-Beauftragte der Europäischen Fußball-Union in Sofia. Von Filacchiones Bericht wird maßgeblich abhängen, wie die Uefa den bulgarischen Verband sanktioniert. Bestraft, angesichts der Hitlergrüße und Affenlaute von Zuschauern, die offenkundig nur zu einem Zweck ins Stadion gekommen waren: um auf widerwärtige Weise ausfällig zu werden. So demonstrativ, dass sich bei Betrachtung am Bildschirm die Frage aufdrängt, an welchen Machtspielen sich diese Gruppe beteiligt. Schließlich war das Stadion auf Grund der Sanktionen wegen rassistischer Beleidigungen in vorangegangenen Spielen halb leer.

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