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Dagmar Freitag im Interview : „Ein verheerendes Bild“

Dagmar Freitag im Deutschen Bundestag Bild: Picture-Alliance

Dagmar Freitags Zeit als Vorsitzende des Sportausschusses im Bundestag endet bald. Zuvor spricht sie über die Führung von DOSB und DFB, die Rücksichtslosigkeit der UEFA und Olympia in Corona-Zeiten.

          7 Min.

          Sie sind seit 1994 Abgeordnete des Deutschen Bundestages und haben zwölf Jahre lang dessen Sportausschuss geleitet. Zur Wahl im September treten Sie nicht mehr an. War die Verabschiedung des Anti-Doping-Gesetzes 2015, nach langem Kampf gegen die Sportverbände und gegen Ihren Parteifreund und Innenminister Otto Schily, Ihr größter politischer Erfolg?

          Michael Reinsch
          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Ich würde Platz eins zweimal vergeben. Einmal für die Verabschiedung des Anti-Doping-Gesetzes. Dass es über zwanzig Jahre dauern sollte, bis dieser Ball im Tor landet, hätte ich mir nicht träumen lassen. Natürlich war der Kampf gegen die Verbände, auch gegen die Vorgängerorganisation des Deutschen Olympischen Sportbundes, den Deutschen Sportbund, extrem hart. Da hat es auch persönliche Verletzungen gegeben. Und ja, ich habe lernen müssen, dass Innenminister sehr ungern eine Konfrontation mit dem organisierten Sport wagen. Diese Erfahrung habe ich nicht nur mit Otto Schily gemacht.

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