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Zuschauer im Stadion : Fahrlässige Rücksichtnahme

3-G-Nachweise beim Einlass gibt es schon länger – nach welchen Regeln füllen sich die Fußballstadien in Zukunft? Bild: dpa

Volle Stadien sollte es nur unter dem 2-G-Konzept geben. Auch wenn, wie bei Eintracht Frankfurt, die Ultras dann nicht kommen wollen.

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          Siege sind schön, Titel sowieso – die härteste Währung im Profi-Fußball aber bleibt: der Zuschauer. Und um den wird derzeit heftig gekämpft. Seit Wochen erhöhen Vertreter der Bundesligaklubs gemeinsam mit Christian Seifert, dem Geschäftsführer der Deutschen Fußball-Liga, den Druck auf die Politik. Ihre Botschaft: Die Stadien sollen endlich wieder bis zum letzten Platz gefüllt werden dürfen. Ihr Wunsch nach Normalität ist nicht zuletzt der Not geschuldet. In der Saison 2018/19, der letzten vor Beginn der Corona-Pandemie, machten die Einnahmen an den Spieltagen – also Ticketerlöse, Fanartikelverkäufe und die Bewirtung an den Arenen – knapp dreizehn Prozent des Gesamtetats der Vereine aus. Seifert mahnte deshalb zuletzt: „Es wird Zeit, dass das ‚Team Vorsicht‘ aufpasst, dass es nicht zum ‚Team weltfremd‘ wird.“

          Bisher sind die Regeln von Seiten der Politik eindeutig: Erlaubt sind eine Auslastung von fünfzig Prozent und maximal 25.000 Zuschauer. Das galt an jedem Standort – bis zum vergangenen Dienstag, als der Senat in Hamburg entschied, dass der Zweitligaverein Hamburger SV das Volksparkstadion an diesem Sonntag im Spiel gegen den 1. FC Nürnberg wieder voll auslasten dürfe. Unter einer Bedingung: Der Klub müsse das 2-G-Konzept durchsetzen, dürfte also nur Geimpften und Genesenen Einlass gewähren.

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