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Olympiasieger Michael Groß : „Wie können wir mit weniger das Gleiche erreichen?“

  • -Aktualisiert am

Im Wasser war Michael Groß schier unaufhaltsam: Inzwischen hat er Abstand von der Welt des Sports genommen. Bild: Picture-Alliance

Michael Groß schrieb vor der Olympia-Verlegung einen offenen Brief an Thomas Bach. Im Interview spricht er über den Boykott der Spiele von 1980, die Lehren aus der Corona-Zeit und erklärt, warum er kein Sportler mehr sein möchte.

          6 Min.

          Haben Sie den Eindruck, dass Ihr offener Brief über Facebook an IOC-Präsident Thomas Bach etwas bewirkt hat?

          Peter Heß

          Sportredakteur.

          Ich möchte das überhaupt nicht überbewerten, letztlich hat die gesamte Sportwelt die Meinung vertreten, dass die Olympischen Spiele verschoben werden müssen, insbesondere die Athleten mit Athletensprecher Max Hartung an der Spitze. Zum Glück haben die Athletensprecher heutzutage einen viel größeren Einfluss im Sport als zu meiner Zeit.

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          Das war völlig spontan. Ich erinnerte mich an 1980, als Bach und ich, er als Fechter, ich als Schwimmer, beide unter dem Olympia-Boykott der Moskauer Spiele litten. Damals war es unfair, die Sportler zur Absage zu zwingen, diesmal wäre das Durchprügeln der Spiele unfair gewesen, weil einfach keine Chancengleichheit bestanden hätte angesichts der völlig unterschiedlichen Trainingsmöglichkeiten der Athleten und der ungeklärten Qualifikations-Situation.

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