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Corona-Krise und Zuschauer : Das Experiment für die Fußball-Einheit

Corona-Choreographie: Diese Zuschauer des Bundesligaspiels von Leipzig gegen Schalke (4:0) am Samstag halten sich vorbildlich an die Abstandsvorgaben. Bild: WITTERS

Erst der Alleingang der Leipziger öffnet die Stadiontore und offenbart die Probleme, eine Linie zu finden für die Bundesliga und Europa. Die Verbände wollen spielen und kassieren wie vor der Krise. Neue Ideen? Fehlanzeige.

          5 Min.

          Der Spieltag zu dreißig Jahren deutsche Einheit an diesem Wochenende war gleichzeitig auch der dritte Corona-Spieltag der Bundesliga dieser Saison. Er war damit auch ein Spieltag deutscher Uneinheitlichkeit. Rein sportlich gesehen, übernahm am Samstagabend passend zu den Einheitsfeierlichkeiten mit RB Leipzig ein Ostklub die Tabellenführung. Ein Klub, wie es ihn ansonsten nicht gibt, weder im Osten noch im Westen. Einer, der wohl auch nur unter den Schmerzen des Einheitsprozesses in dieser Form in Deutschland entstehen konnte.

          Bundesliga
          Michael Horeni

          Korrespondent für Sport in Berlin.

          In Leipzig und der Region ist „das Konstrukt“ RB für viele Fans längst auch ein Symbol für den schwierigen, aber erfolgreichen Weg, der Dominanz des Westens etwas (Neues) entgegensetzen zu können. Diese Veränderung ist für viele traditionelle Fans im Westen wiederum eine Zumutung, eine jedoch im Vergleich zu den Verwerfungen im Osten geradezu lächerliche, mit der sie aber bis heute nicht klarkommen. Der 4:0-Sieg von RB Leipzig gegen Schalke 04 bringt die Ängste auf den Punkt. Der Traditionsklub aus dem Westen ist abgehängt. RB Leipzig setzt Maßstäbe.

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