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Sorgen in Corona-Krise : „Dramatischer Hilferuf des Sports“ an Merkel

  • Aktualisiert am

Auch der Handball muss sich in der Corona-Krise strecken. Bild: Reuters

Auch der deutsche Profisport leidet unter der Corona-Krise. Nun bittet ein CDU-Politiker, der auch Präsident des Handball-Klubs Füchse Berlin ist, die Bundeskanzlerin um finanzielle Hilfe für die Topligen.

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          Der CDU-Politiker Frank Steffel hat mit einem „dramatischen Hilferuf des Sports“ Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) um finanzielle Unterstützung des Bundes für professionelle Topligen im Handball, Basketball, Volleyball oder Eishockey gebeten. „Es drohen zahlreiche Insolvenzen und die Lage wird jeden Monat schlimmer“, schreibt Steffel in einem Brief an die Regierungschefin. „Man kann sicher davon ausgehen, dass keine der Ligen ihren Spielbetrieb in der Saison 2020/2021 mit allen Mannschaften zu Ende spielen wird.“

          Die Corona-Pandemie und die damit zusammenhängenden Kontaktverbote habe alle professionellen und semi-professionellen Wettbewerbe im Sport seit Mitte März 2020 zum Stillstand gebracht. „Die über Jahrzehnte gewachsene Sport- und Vereinskultur in Deutschland wird dauerhaft zerstört“, betonte Steffel, der auch ehrenamtlicher Präsident des Handball-Bundesligavereins Füchse Berlin ist.

          „Im Namen aller Betroffenen in den Hunderten von Sportvereinen bitte ich Sie, diese Überbrückungshilfen bei der Sitzung des Koalitionsausschusses am 2. Juni 2020 zu einem wichtigen Anliegen der Union zu machen“, appellierte Steffel an Merkel. „Der Eindruck, dass die Politik zwar der Fußball-Bundesliga, den Automobilkonzernen und der Kultur hilft, aber der restliche Sport sich selbst überlassen bleibt, gilt es zu verhindern.“ Für diese Hilfsmaßnahme für rund 1000 Vereine veranschlagt er rund 200 Millionen Euro für die Saison 2020/2021.

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