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Kampf gegen Finanzbetrüger : Der zahnlose Verbandstiger Uefa

  • -Aktualisiert am

Darf aufatmen: Manchester-City-Trainer Pep Guardiola Bild: Reuters

Die Entscheidung des Sportgerichtshof zu Manchester City zeigt: Wenn Regeln nicht effektiv durchgesetzt werden können, sind sie auch nicht anwendbar. Und: Die großen Verbände sind in einem Punkt absolut unfähig.

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          Eine der Topmannschaften Europas, die mit Pep Guardiola von einem der innovativsten Trainer geführt wird, darf weiterhin an den höchsten Fußballwettbewerben teilnehmen und ihre sportliche Attraktivität auf dem Platz ausspielen. Das ist doch eine gute Nachricht. Allerdings werden viele Fans ohne besonderen Bezug zu Manchester City und Vertreter von weniger potenten Vereinen die Entscheidung des Internationalen Sportgerichts (Cas) vom Montag anders beurteilen: Für sie hätte der englische Klub, dessen Besitzer ein Staatsfonds aus Abu Dhabi, eine chinesische Holding und eine amerikanische Beteiligungsgesellschaft sind, aufgrund von finanziellen Verstößen, wie ursprünglich vom Europäischen Fußballverband (Uefa) vorgesehen, zwei Jahre aus der Champions League verbannt werden müssen.

          Die Rücknahme der Spielsperre wird nun die Kritik derjenigen befeuern, welche vor dem Einfluss mächtiger Investorengruppen, einem steigenden finanziellen Ungleichgewicht und sportlicher Monokultur im Fußball warnen. Doch so einfach ist das nicht.

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