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Nach 29 Jahren im Amt : Hayatou ist nicht mehr Chef in Afrikas Fußball-Verband

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Nach der Wahl am Donnerstag muss der 70-jährige Issa Hayatou das Amt des Präsidenten der afrikanischen Konföderation an Ahmad Ahmad abgeben. Bild: dpa

Seit 1988 war Issa Hayatou trotz Korruptionsvorwürfen Präsident der afrikanischen Konföderation Caf. Gegen Herausforderer Ahmad Ahmad musste er sich nun bei der Präsidentschaftswahl am Donnerstag geschlagen geben.

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          Die Ära Issa Hayatou ist bei der afrikanischen Fußball-Konföderation Caf nach 29 Jahren beendet. Der 70-jährige Kameruner unterlag am Donnerstag bei der Präsidentschaftswahl auf dem Caf-Kongress in Addis Abeba seinem Herausforderer Ahmad Ahmad aus Madagaskar. Hayatou, der Senior-Vizepräsident des Weltverbandes Fifa, hatte die Caf ungeachtet von Korruptionsvorwürfen seit 1988 geleitet.

          Ahmad führte bislang den Verband Madagaskars an und war bei seinem Wahlkampf entscheidend vom Multi-Millionär Phillip Chiyangwa aus Simbabwe unterstützt worden. „Das ist ein süßer Sieg und nach vielen Jahren das Ergebnis unserer Arbeit“, sagte Ahmad, der die Wahl mit 34:20 Stimmen für sich entschied.

          Zuvor hatte er Hayatou scharf attackiert: „Ich bin kein Präsident, der persönliche Interessen verfolgt. Der afrikanische Fußball darf nicht von Banditen verwaltet werden.“ Er werde die finanzielle Situation beim Verband neu organisieren und versprach den Mitgliedsverbänden, dass sie zukünftig mehr an den Fifa-Geldern partizipieren.

          Neben der Wahl Ahmads wurde außerdem Sansibar einstimmig als 55. Caf-Mitglied aufgenommen worden. Sansibar ist ein halbautonomer Teilstaat von Tansania, erhält durch die Beförderung nun aber die besonderen Privilegien des Fußballs ähnlich wie Gibraltar oder die Färöer in der Europäischen Fußball-Union Uefa. Durch die Aufnahme Sansibars zählt der afrikanische Verband nun 55 Mitglieder und weist die gleiche Anzahl wie die Uefa auf.

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