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Brasilien : Umsiedlungen für WM und Olympia

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Auf Sand gebaut: nicht alle olympischen Bauten in Rio de Janeiro sind Traumschlösser Bild: dpa

Nach Angaben von Olympia- und WM-Gegnern gibt es vor den beiden Großereignissen in Brasilien „eine soziale Säuberung“. Mehr als eine Viertel Million Menschen seien betroffen.

          Mehr als 250.000 Menschen sind nach Angaben von WM- und Olympiagegnern in Brasilien wegen Bauarbeiten vor der Fußball-WM 2014 und den Olympischen Sommerspielen 2016 von Zwangsumsiedlungen betroffen. „Es gibt eine soziale Säuberung“, sagte Nelma Gusmao de Oliveira von der Universität UES aus Bahia der argentinischen Tageszeitung „Infobae“.

          Ziel der Maßnahmen sei es, ärmere soziale Schichten aus dem Umfeld der neuen Sportarenen zu entfernen. Die überwiegende Mehrzahl der Bauprojekte sei in Gegenden angesiedelt, in denen es ärmere Viertel oder Favelas gab. „Wenn die Bewohner erst einmal ihre angestammtes Wohnviertel verlassen haben, werden sie nicht in die unmittelbare Nähe ihrer alten Heimat zurückkehren können, wie es vom Gesetz eigentlich vorgesehen ist, sondern werden in Stadtviertel bis zu 60 Kilometer entfernt plaziert“, so Oliveira weiter.

          Die Zahlen wurden von der WM- und olympiakritischen Organisation „Nationale Artikulation“ veröffentlicht, die sich als Sprachrohr der brasilianischen Protestbewegung sieht. Zudem kritisiert die Organisation die staatlichen Entschädigungszahlungen von umgerechnet nur etwa 1800 Euro.

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