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Olympia 2024 : Boston benötigt doch Steuergeld

Schicken die Amerikaner wirklich Boston ins Rennen um Olympia 2024? Bild: Reuters

Eigentlich wollten die Vereinigten Staaten Boston ins Rennen um Olympia 2024 schicken. Doch plötzlich scheint nicht mehr sicher, ob die Stadt wirklich Konkurrent von Hamburg bleibt.

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          Die Olympiabewerbung von Boston sei so unsicher geworden, dass das Nationale Olympische Komitee der Vereinigten Staaten (USOC) diskret die Wiederbelebung der Bewerbungen von Los Angeles und San Francisco um die Spiele 2024 betreibe. Das behauptet die „New York Times“.

          Michael Reinsch

          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Zum Beleg zitiert das Blatt unter anderem Angela Ruggiero, Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees und des USOC mit der Aussage, es gebe keine Garantie dafür, dass die Vereinigten Staaten im September, wenn die Kandidatur eingereicht werden muss, mit Boston anträten. In der vergangenen Woche waren die Unterlagen veröffentlicht worden, mit denen sich das private Bewerbungskomitee der Stadt gegen die amerikanischen Mitbewerber Los Angeles, San Francisco und Washington durchgesetzt hatte.

          Laut „New York Times“ wird darin entgegen der öffentlichen Beteuerung mit Steuergeld kalkuliert. Es soll beim Erwerb von Grundstücken und für die Schaffung von Infrastruktur eingesetzt werden. Die Bewerbungsgesellschaft versicherte, im Juni werde sie neue Pläne vorstellen. Der Bau von Sportstätten und die Veranstaltung der Spiele selbst würden privat finanziert werden.

          Die „New York Times“ zitiert Charlie Baker, den Gouverneur von Massachusetts, mit der Aussage, er sei nie darüber informiert worden, dass Boston 24 bei seinen Olympia-Plänen von einem Ausbau des Messegeländes der Stadt ausgehe. Dieser wird mit rund einer Milliarde Dollar veranschlagt. Bostons Vorort Brookline, wo die Golf-Wettbewerbe stattfinden sollen, stimmte am Donnerstag gegen die Olympiabewerbung.

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