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Sportler gegen Lukaschenka : Dem Tyrannen trotzen

Erfolgreicher Zehnkämpfer: Andrej Krautschanka gewann Silber bei den Olympischen Spielen in Peking 2008 Bild: Picture-Alliance

Während das IOC weiter untersucht, ob Sportsfreund Lukaschenka die Olympische Charta verletzt, bezahlt Zehnkämpfer Krautschanka seinen Mut mit seiner Freiheit.

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          Andrej Krautschanka aus Petrykau am Prypjat hat Silber gewonnen als Zehnkämpfer bei den Olympischen Spielen in Peking 2008. Im November 2020 sitzt Andrej Krautschanka, belarussischer Bürger, im Gefängnis, zu zehn Tagen Haft verurteilt, nach Angaben der Opposition ohne Anwalt und ohne Öffentlichkeit. Für seinen Protest am Sonntag gegen den Machthaber in Minsk, Aleksandr Lukaschenka, der mit seinen Omon-Truppen diejenigen terrorisiert, die genug von ihm haben.

          Sportler organisieren seit Monaten ihren Protest gegen den Herrscher, mehr als zehn sollen verurteilt worden sein, Dutzende bedroht. Sie haben in Lausanne beim Internationalen Olympischen Komitee demonstriert, das IOC aufgefordert, das belarussische olympische Komitee zu sperren. Dessen Präsident heißt Aleksandr Lukaschenka. Er war erst im Sommer 2019 Gastgeber der „European Games“, zu deren „exzellenter Organisation“ IOC-Präsident Thomas Bach am Schlusstag im Präsidentenpalast gratulierte.

          Am Mittwoch teilte James Macleod, zuständiger Direktor für NOK-Beziehungen mit, die Untersuchung des IOC zur Frage, ob Lukaschenka die Olympische Charta verletze, gehe weiter, man stehe im Austausch, auch mit dem NOK in Minsk. Andrej Krautschanka könnte dem IOC die Frage beantworten. Aber er sitzt ja ein für seine Meinung und seinen Mut.

          Christoph Becker
          (chwb.), Sport

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