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Bachs IOC-Reformen : 40 Vorschläge für Monaco

  • Aktualisiert am

Thomas Bach: Olympia soll sich dem Gastgeber anpassen und nicht die Stadt den Spielen Bild: dpa

IOC-Präsident Bach wünscht sich mehr Individualität der Kandidaten. Olympia soll sich dem Gastgeber anpassen, nicht umgekehrt. Die Gründung eines olympischen Fernseh-Kanals gilt als sicher.

          Thomas Bach hat am Donnerstag in Montreux als Ergebnis der Exekutivsitzung 40 Vorschläge vorgestellt, über die bei der Vollversammlung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) am 8. und 9. Dezember in Monaco abgestimmt werden soll. Der IOC-Präsident will das Olympia-Programm modernisieren und die Bewerbungsausgaben durch eine Kostenbeteiligung des IOC reduzieren. Eine Ausdehnung des 17-tägigen Olympia-Spektakels sei nicht geplant.

          Außer der wahrscheinlichen Gründung eines eigenen Fernsehsenders verriet Bach allerdings nur wenige Details. Zuerst müssten die IOC-Mitglieder über die Empfehlungen informiert werden. Dies sei Mitte November der Fall. „Klar ist, dass so ein Sender nicht in zwei Monaten aus dem Boden gestampft werden kann“, meinte er. Der Kanal soll die Fernsehpräsenz der olympischen Sportarten in der Zeit zwischen den Spielen deutlich erhöhen.

          Bach wünscht sich mehr Flexibilität und Individualität der Kandidaten. Olympia soll sich dem jeweiligen Gastgeber anpassen und nicht die Stadt den Spielen. Auch auf temporäre Bauten soll stärker gesetzt werden. „Wir wollen mehr Flexibilität für das olympische Programm haben, aber gleichzeitig den Punkt der Nachhaltigkeit nicht vergessen. Diese Flexibilität kann sich nur in bestimmten Grenzen abspielen“, meinte Bach. Der Vertrag mit künftigen Olympia-Gastgebern wurde bereits ratifiziert. Dabei hat das IOC den jeweiligen Ausrichter verpflichtet, auf jegliche Art von Diskriminierung im Rahmen der Spiele zu verzichten. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) lobte dies als „wichtigen Schritt“ für mehr Glaubwürdigkeit.

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