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„Sommermärchen“-Prozess : Zwanziger bleibt fern

  • Aktualisiert am

Nicht reisefähig: Theo Zwanziger Bild: dpa

Im Strafverfahren in der „Sommermärchen“-Affäre wird der frühere DFB-Präsident Theo Zwanziger aus gesundheitlichen Gründen nicht am Prozessbeginn teilnehmen. Auch andere Angeklagte machen medizinische Gründe geltend.

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          Im Strafverfahren in der „Sommermärchen“-Affäre im Schweizer Ort Bellinzona werden nicht alle Angeklagten anwesend sein. Wie der Verteidiger von Theo Zwanziger an diesem Freitag mitteilte, wird der frühere Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) aus gesundheitlichen Gründen nicht am Prozessbeginn vor dem Bundesstrafgericht am Montag teilnehmen. „Nach einer schwerwiegenden Augenoperation halten seine behandelnden Ärzte seine Reisefähigkeit über immerhin 700 Kilometer und seine Verhandlungsfähigkeit für ausgeschlossen“, hieß es in der Erklärung des Anwalts.

          Bei den beiden weiteren deutschen Angeklagten ist eine Entscheidung über eine Teilnahme am Prozess offenbar noch nicht gefallen. Auch beim ehemaligen DFB-Präsidenten Wolfgang Niersbach sowie dem früheren DFB-Generalsekretär Horst R. Schmidt könnten medizinische Gründe für ein Fernbleiben ausschlaggebend sein. Der Schweizer Angeklagte Urs Linsi wird voraussichtlich an diesem Montag vor Ort sein.

          Schweizer Medienberichten zufolge sollen die Anwälte der Angeklagten aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus beantragt haben, das Verfahren zu verschieben oder gar einzustellen. Das Bundesstrafgericht habe jedoch alle Gesuche abgelehnt. Zwanzigers Anwalt teilte dazu mit, „dass das Bundesstrafgericht sehr genau überlegen sollte, ob es verantworten kann, dass in unmittelbarer Nähe der stark mit dem Coronavirus belasteten Region in Norditalien eine solche Veranstaltung über Tage und vielleicht Wochen durchgeführt werden kann“.

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