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Anti-Doping-Agentur : Die Nada wartet weiter auf das Geld

Ist nicht wirklich überrascht: das Nada-Aufsichtsratsmitglied Dagmar Freitag Bild: dpa

Werden sich die Bundesländer tatsächlich an der Finanzierung der Nationalen Anti-Doping-Agentur beteiligen? Es scheint zumindest fraglich zu sein. Von den zugesagten fast 500.000 Euro ist bislang noch kein Cent eingetroffen.

          Die Beteiligung der Länder an der Finanzierung der Nationalen Anti-Doping-Agentur (Nada) scheint weiter zweifelhaft. Von den „bis zu 500.000 Euro“, die laut Beschluss der Sportministerkonferenz vom November 2014 dem Budget der Nada von 9,8 Millionen Euro in diesem Jahr zufließen sollten, ist noch kein Cent eingetroffen. Dies bestätigte die Vorsitzende des Sportausschusses des Deutschen Bundestages, Dagmar Freitag (SPD), der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. „Dies ist keine Enttäuschung“, sagte sie, „da ich nichts anderes erwartet hatte. Es wäre eine Überraschung, wenn in der zweiten Jahreshälfte Geld flösse.“ Frau Freitag gehört dem Aufsichtsrat der Nada an.

          Michael Reinsch

          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Noch an diesem Mittwoch soll das Thema im Sportausschuss behandelt werden. Der Bund unterstützt innerhalb seiner Spitzensportförderung die Nada mit 6,6 Millionen Euro. Das zuständige Ministerium in Nordrhein-Westfalen, welches das Engagement der Länder koordiniert, teilt mit, dass eine Verwaltungsvereinbarung aller Länder geschlossen werden solle. Die Zuwendung sei abhängig vom Bedarf, den die Agentur anmelde.

          Lars Mortsiefer, Mitglied des Vorstandes der Nada, erwartet, dass bis Juli alle 16 Länder die Vereinbarung unterschrieben haben. Die Nada habe das Geld unter Vorbehalt in ihr Budget eingestellt und plane, den Rahmen auszuschöpfen. Voraussichtlich werde das Geld überwiegend für Präventionsprojekte bereitgestellt. Diese werden von den Ländern organisiert, die Nada fördert sie dabei.

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