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Diskriminierung in Afghanistan : „Mädchensport ist unnötig“

Es war einmal: Robina Muqimyar, afghanische Sprinterin bei den Olympischen Spielen in Athen Bild: Picture-Alliance

Immer wieder betont das neue Taliban-Regime, es habe sich weiter entwickelt. Mit der Drohung, Frauen vom Sport auszuschließen, zeigen die Hardliner ihr altbekanntes Gesicht.

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          Frauen in Afghanistan sollen künftig vom Sport ausgeschlossen werden. Das bestätigte der stellvertretende Leiter der Kulturkommission der Taliban, Ahmadullah Wasiq, in einem Interview mit dem australischen Fernsehsender SBS. Hintergrund waren die Vorbereitungen zu einem historischen Cricket-Testspiel der Männer zwischen Afghanistan und Australien am 27. November. Wasiq erklärte, dass man afghanische Frauen weder im Cricket noch in anderen Sportarten dulden werde: „Es ist die Ära der Medien. Es wird Fotos und Videos geben, und die Menschen werden es sehen“, sagte Wasiq.

          Alexander Davydov
          Sportredakteur.

          „Der Islam und die islamischen Emirate erlauben es Frauen nicht, Cricket zu spielen oder jede andere Art von Sport (zu treiben/d. Red.), wo sie entblößt werden“, behauptete Wasiq. Sport für Mädchen sei unnötig, da sie dabei gegen die religiöse Kleiderordnung verstießen: „Wir werden unsere islamischen Werte nicht ignorieren, auch wenn es Widerstand dagegen geben wird. Wir werden uns von unserer islamischen Herrschaft nicht abbringen lassen.“

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