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30 Jahre deutsche Einheit : „Die größte Leistung des Sports“

Arm in Arm: Im September 1990 üben Gabi Lippe und Ulf Timmermann die Einheit bei der Leichtathletik-EM in Split. Bild: dpa

Wie hat sich der deutsche Sport in 30 Jahren Einheit entwickelt? Karl-Hans Pezold, 1990 Abteilungsleiter im Ministerium für Jugend und Sport, hält die Rettung von Sportanlagen und die Gründung von Vereinen für eine Erfolgsgeschichte.

          7 Min.

          Der oppositionelle Sport- und Geschichtsstudent Karl-Hans Pezold war 25 Jahre alt, als er 1990 Abteilungsleiter im Ministerium für Jugend und Sport der letzten, erstmals frei gewählten Regierung der DDR wurde. Die Rettung von Sportanlagen und die Gründung von Vereinen hält der Beauftragte für Sport im Bildungsministerium von Brandenburg für eine Erfolgsgeschichte.

          Michael Reinsch

          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Statt Sporthistoriker zu werden, wie Sie es vorhatten, haben Sie 1990 Sportgeschichte geschrieben: im Haus von Sportministerin Cordula Schubert. Was ist gut gelaufen bei der Einheit des Sports?

          Die Transformation im Breitensport von den staatlichen Betriebssportgemeinschaften hin zu eigenständigen Vereinen ist eine Erfolgsgeschichte. Es ging rasend schnell von den Demonstrationen im Herbst 89 bis zur Einheit. Trotz schwierigster Bedingungen – viele mussten sich beruflich neu orientieren – ist es den Ehrenamtlichen gelungen, Vereine neu zu gründen und zu erhalten. Daran sollte man erinnern, dass es beides in der DDR gab: Verein und Ehrenamt. Heute spielen sie in den ostdeutschen Ländern eine genauso wichtige Rolle wie in den westdeutschen. Dies ist im Sport die vielleicht größte Leistung.

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