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2024 : Das deutsch-türkische Wettrennen um die EM

Die deutsche Bewerbung: Reichen die Argumente? Bild: dpa

Eine stabile Währung, große Stadien, Rechtssicherheit: Im Rennen um die Fußball-EM 2024 liegen die Deutschen angeblich vorn. Dass die Türkei keine Menschenrechtsstrategie vorlegte, rügte sogar die Uefa.

          6 Min.

          Sultanbeyli im asiatischen Teil Istanbuls ist ein schönes Beispiel für die Entwicklung der Türkei. Aus Agrarland entlang der Straße, die hinausführt nach Anatolien, Richtung Ankara, wurde ein Dorf. Mehr und mehr Menschen kamen, erst recht, als 1988, dem Jahr, in dem Deutschland zuletzt eine Fußball-Europameisterschaft organisierte, die Faith-Sultan-Mehmet-Brücke über den Bosporus eröffnet wurde.

          Michael Ashelm

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Christoph Becker

          Sultanbeyli galt als Armenviertel, aber der Stadtteil hat sich entwickelt in den Jahren des Aufschwungs. In Sultanbeyli hat Erdem Egemen seine Anwaltskanzlei. Seine Website verweist auf Mandate einer Textilfirma, der er geholfen hat zu expandieren, im Nahen Osten, in Europa. Die Türkei, ein Scharnier zwischen den Kontinenten, scheint sich als Gastgeber aufzudrängen. Für die Ausrichtung der Fußball-EM 2008 hatte sich die Türkei mit Griechenland beworben, 2012 und 2016 dann allein, die Bewerbung für 2020 wurde zurückgezogen. Nun steht die Türkische Fußballföderation TFF in Konkurrenz zum Deutschen Fußball-Bund DFB um die EM 2024. Der fünfte Anlauf, die eigene Fußball-Kultur, die Fans, moderne Stadien: die TFF hat gute Argumente.

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