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Sportjahr 2003 : Laufen, fahren, schwimmen

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Die Tour de France: Auch 2003 ein Highlight des Sommers Bild: dpa

Die ungeraden Jahre sind im Sport die Jahre der Leichtathleten und Schwimmer. Ohne Olympia und ein großes Fußball-Turnier sind ihre Weltmeisterschaften die Highlights. FAZ.NET bietet den Überblick.

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          Michael Schumacher will das halbe Dutzend an WM-Titeln voll machen, Jan Ullrich im neuen Rad-Trikot ein neues Glück finden und Sven Hannawald auf den Schanzen zu weiteren Höhenflügen ansetzen.

          Drei Superstars des deutschen Sports wollen im „Zwischenjahr“ 2003 wieder nach den Sternen greifen. Auch ohne Olympische Spiele und ein großes Fußball-Turnier garantieren die kommenden zwölf Monate mit einer Fülle hochkarätiger Wettkämpfe Spannung und Faszination.

          Van Almsick-Start bei WM offen

          Bei 54 Welt- und Europameisterschaften in den olympischen Sportarten jagt ein Höhepunkt den anderen, wobei auch der Fernsehzuschauer auf seine Kosten kommt. Viele Entscheidungen werden live im TV zu sehen sein.

          Aus dem Programm ragen die Weltmeisterschaften der Leichtathleten in Paris und der Schwimmer in Barcelona, wo Franziska van Almsick ihren goldenen Fischzug der Heim-EM in Berlin fortsetzen könnte, heraus. Der Austragungsort scheint für van Almsick ein gutes Omen: Bei den Olympischen Spielen 1992 in der katalanischen Metropole hatte die einzigartige Karriere der heute 24-jährigen „Franzi“ begonnen.

          WM der Skispringer und Langläufer

          Obwohl schon sieben Jahre älter, hofft Vitali Klitschko 2003 erst auf den Start einer Bilderbuch-Karriere im Box-Mekka USA. Bei einem Sieg im WM-Kampf Lennox Lewis winken dem in Hamburg trainierenden Ukrainer Gagen in Millionenhöhe.

          Zweiter Saisonhöhepunkt für die DSV-„Adler“ nach der Vierschanzentournee sind die nordischen Ski-WM im Februar in Val di Fiemme. Dort wollen auch die deutschen Langläufer und Kombinierer ihre Zugehörigkeit zur absoluten Weltspitze unter Beweis stellen.

          Schumacher vor sechstem WM-Titel

          Bei den Welttitelkämpfen der Alpinen in St. Moritz ist dagegen allenfalls Martina Ertl Edelmetall zuzutrauen. Ob die gut in die Saison gestartete Hilde Gerg nach ihrem Anfang Dezember zugezogenen Kreuzbandriss wieder rechtzeitig in die Weltklasse zurückfindet, ist fraglich.

          Zum Renner und erneuten Quotenbringer der Fernsehsender verspricht auch 2003 die Formel 1 zu werden. Vorausgesetzt, dass diese Saison spannender verläuft als die von Michael Schumacher allzu klar dominierte letzte Serie. Doch der fünffache Weltmeister setzt in der am 9. März in Melbourne beginnenden Saison alles daran, um weitere Rekorde zu brechen.

          Ullrich nach Verletzungen und Skandalen vor Comeback

          Bis auf die Anzahl der gefahrenen Grand Prix und der Trainingsbestzeiten sind bereits alle Bestmarken im Besitz des Ferrari-Piloten, der auch in der neuen Saison vor allem seinen Teamkollegen Rubens Barrichello als Konkurrenten fürchten muss. Daneben hofft BMW-Williams mit Ralf Schumacher und Juan Pablo Montoya, den „Roten“ manchen Sieg streitig machen zu können.

          Nach einem völlig verkorksten Jahr mit Verletzungen und Skandalen will Jan Ullrich endlich wieder kräftig in die Pedale treten. Nach Ablauf seiner Doping-Sperre am 23. März möchte der Tour-de-France-Sieger von 1997 bei der am 5. Juli beginnenden Frankreich-Rundfahrt das Duell mit seinem ewigen Rivalen Lance Armstrong wieder aufnehmen und in einem neuen Trikot an alte Erfolge anknüpfen.

          Völler-Elf auf EM-Kurs

          Das Team Telekom hat aber auch ohne sein einstiges Aushängeschild für die Tour große Ziele. Nicht zuletzt deshalb wurde der kolumbianische Zeitfahr-Weltmeister Santiago Botero als neuer Spitzenfahrer verpflichtet. Sein Glück bei den Klassikern versuchen will einmal mehr Erik Zabel, für den es schon am 22. März mit dem Weltcup-Rennen Mailand-San-Remo ernst wird.

          Im Jahr eins nach der überraschenden Vize-Weltmeisterschaft ist für Rudi Völlers Elite-Kicker die Qualifikation für die EM in Portugal Pflicht. Wenn nach zwei Duellen gegen die von Ex-Bundestrainer Berti Vogts betreuten Schotten am 11. Oktober mit der Begegnung gegen Island der Vorhang in der EM- Ausscheidung fällt, zählt für die Nationalmannschaft nur der Gruppensieg.

          Am 30. November blickt Fußball-Europa dann nach Lissabon, wo die Vorrunden-Gruppen der EURO 2004 ausgelost werden. Und nur eine Woche später rückt bereits die WM 2006 in Deutschland in den Blickpunkt des Interesses, wenn Frankfurt/Main Schauplatz der Auslosung der Qualifikation ist.

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