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Sportfernsehen : Nachspielzeit für das DSF

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DSF: Sportsender als Spekulationsobjekt Bild: DSF

Die Deutsche Fußball-Liga wartet mit ihrem Einstieg beim DSF, da noch unklar ist, welcher Investor den Sportsender übernimmt.

          Die Option für den Einstieg der Bundesliga beim Deutsche Sportfernsehen (DSF) ist verlängert worden. Das bestätigte am Freitag Michael Pfad, Geschäftsführer bei der Deutschen Fußball-Liga (DFL).

          Die ursprünglich Ende des Jahres auslaufende Frist sei ins neue Jahr verschoben worden, da die DFL über eine Beteiligung erst entscheiden könne, wenn der neue DSF- Hauptgesellschafter feststeht. Einen genauen Termin gibt es nach Pfads Angaben nicht. „Wir müssen erst mit dem neuen Investor über die dann geplante Ausrichtung des Senders sprechen, bevor wir dem Aufsichtsrat und den Vereinen eine Empfehlung geben“, sagte Pfad. Der vor einem halben Jahr abgeschlossene TV-Vertrag enthält eine Option auf ein Paket mit 25,1-Prozent-Beteiligungen am DSF sowie am Internetanbieter Sport1 und am Datendienst IMP.

          Entscheidung frühestens im Januar

          Derzeit gibt es vier Interessenten an dem defizitären Spartensender, der sich nach eigenen Angaben auf Konsolidierungskurs befindet. Neben der Gruppe EM.TV, Karstadt/Quelle und dem Schweizer Unternehmer Hans-Dieter Cleven haben nach dpa-Informationen die amerikanischen Unternehmen ESPN und Anschutz Entertainment Group sowie das skandinavische Medienunternehmen Modern Time Group (MTG) Interesse am DSF bekundet.

          „Uns ist an einer schnellen Lösung gelegen“, sagte Pfad. Die DFL habe ihre Wirtschaftsprüfung beim DSF abgeschlossen. Mit einer Entscheidung, wer das DSF von der insolventen KirchMedia übernimmt, ist jedoch frühestens im Januar zu rechnen.

          US-Basketball bei DSF und premiere

          Mit Beginn des kommenden Jahres steigen DSF und Premiere auch wieder in die Berichterstattung über die nordamerikanische Basketball-Profiliga NBA ein. Das erklärte am Freitag ein DSF-Sprecher. Der Pay-TV-Sender Premiere zeigt pro Woche zwei Spiele live, den Auftakt bildet am 2. Januar die Übertragung der Partie zwischen den New York Knicks und den Toronto Raptors. Am 4. Januar folgt die Partie von Dirk Nowitzkis Dallas Mavericks gegen die Philadelphia 76ers. Das DSF will jeweils am Montag und Donnerstag ab 17 Uhr einstündige Zusammenfassungen zeigen.

          Der am Donnerstag neu abgeschlossene Vertrag umfasst auch das All-Star-Spiel am 9. Februar und sämtliche Spiele der Finalserie. Premiere hatte die Rechte mit der NBA neu verhandelt. Der Preis soll unter den rund 500.000 Euro liegen, die der Sender bisher pro Saison entrichtete.

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