https://www.faz.net/-gtl-9ri13

Sportbetrug : Anklagen gegen Hauke und Denifl

  • Aktualisiert am

Stefan Denifl am Donnerstag, 6. Juli 2017, während der 4. Etappe der 69. Österreich- Radrundfahrt von Salzburg auf das Kitzbüheler Horn in Kitzbühel. Bild: dpa

Nach der Doping-Razzia erhebt die Staatsanwaltschaft Innsbruck Anklage. Dem Radsportler Stefan Denifl wird gewerbsmäßiger schwerer Sportbetrug vorgeworfen.

          1 Min.

          Sieben Monate nach der Doping-Razzia bei der Nordischen Ski-WM in Seefeld hat die Staatsanwaltschaft Innsbruck Anklage gegen den Langläufer Max Hauke und den Radsportler Stefan Denifl erhoben. Wie die Staatsanwaltschaft am Montag mitteilte, wirft sie Denifl gewerbsmäßigen schweren Sportbetrug vor. Der Tiroler habe von 2014 bis zum Karriereende 2018 Blutdoping praktiziert und Wachstumshormone genommen. In dieser Zeit habe er von den getäuschten Geldgebern mehr als 500 000 Euro erhalten. Ihm droht eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren. Dem früheren Langläufer Hauke wird vorgeworfen, dass er sich beginnend mit der Saison 2015/2016 von einem Erfurter Sportmediziner beim Eigenblutdoping betreuen ließ und Wachstumshormone zu sich genommen hat. Ihm droht eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren. Hauke war bei der Razzia Ende Februar in Seefeld auf frischer Tat beim Eigenblutdoping erwischt worden, Denifl legte bereits ein umfassendes Geständnis ab. Beide wurden für je vier Jahre gesperrt. Während der Nordischen Ski-WM hatten österreichische und deutsche Behörden Razzien durchgeführt, unter anderem auch bei dem Erfurter Arzt. Er gilt als mutmaßlicher Drahtzieher und sitzt in München in Untersuchungshaft. Laut Staatsanwaltschaft München sind 21 Sportler aus acht Ländern und fünf Sportarten betroffen.

          Jetzt mit F+ lesen

          Andreas Scheuer am Mittwoch in Berlin

          Verkehrsminister Scheuer : Im Porsche durch die Politik

          Verkehrsminister Andreas Scheuer hat einen Vorteil, der ihm beim Streit über die Pkw-Maut zum Nachteil gereichen könnte: eine gewisse Lockerheit.
          Wenn die lebenslange Kortisonbehandlung die letzte Möglichkeit ist: Frauen und Männer, die an Lichen sclerosus erkrankt sind, sind oft ihr Leben lang auf Salben und Cremes angewiesen.

          Hautkrankheit an Genitalien : Expertinnen für die eigene Erkrankung

          Wer an einer Hauterkrankung der äußeren Geschlechtsorgane leidet, redet nicht gerne darüber. Das ist einer der Gründe, warum Lichen sclerosus unter Laien, aber auch Medizinern relativ unbekannt ist. Ein Verein von Betroffenen will das ändern.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.