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Sport in Afghanistan : Mit Kopftuch

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Ritt um eine tote Ziege: Nationalsport Buskashi Bild:

Als Nationalsport gilt Buskashi, ein Pferde-Rugby, bei dem Reiter um eine tote Ziege kämpfen. Ansonsten mangelt es an Sportstätten. Frauen dürfen Sport treiben - mit Kopftuch.

          Während der Taliban-Herrschaft war Afghanistan von internationalen Wettbewerben ausgeschlossen. Nach dem Sturz der Radikal-Islamisten 2001 sorgten zahlreiche ausländische Förderprogramme für ein Wiederaufleben der Vereine. Bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking gewann der Taekwondo-Kämpfer Rohullah Nikpai die erste olympische Medaille seines Landes überhaupt: Bronze. Kampfsportarten gehören neben Fußball, Cricket und Bodybuilding zu den beliebtesten Disziplinen.

          Als Nationalsport gilt Buskashi, ein Pferde-Rugby, bei dem Reiter um eine tote Ziege kämpfen. Vor zwei Jahren wurde eine Wasser-Polo-Mannschaft gegründet, obwohl es so gut wie keine Schwimmbäder gibt. Überhaupt mangelt es an Sportstätten. Die Olympiateilnehmerin Mehboba Ahdyar absolvierte ihr Lauftraining 2008 in den Fluren ihrer Schule. Zudem finden kaum nationale Wettbewerbe statt, da das Geld für Reisekosten fehlt. Frauen trainieren meist abseits der Öffentlichkeit und sind Anfeindungen durch Mullahs und konservative Verwandte ausgesetzt. Die Frauen-Fußballnationalmannschaft wird von Deutschland unterstützt. Das Frauen-Boxteam will 2012 an den Olympischen Spielen teilnehmen. Mit Kopftüchern.

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