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Einstieg in den Triathlon : Was brauche ich und wo lauern Gefahren?

  • -Aktualisiert am

Das Einsteigerfahrrad muss nicht gleich die Qualität von Jan Frodenos Fahrrad haben. Bild: dpa

Der Start in eine neue Sportart ist mit dem Einkauf neuer Sportgeräte und Ausrüstung verbunden. Was davon ist hilfreich und welche Gefahren lauern beim Triathlon? Ein kleiner Ratgeber.

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          Smarte Brille

          Vieles kann intelligent sein. Oder als solches beworben werden. Und so gibt es auch intelligente Schwimmbrillen wie die „Form Smart Swim Goggle“. Sie zeigt sämtliche Leistungswerte während des Schwimmens in Echtzeit in einem Display, das ins Brillenglas integriert ist – nicht nur im Schwimmbad. Per GPS steuert und vermisst sie auch Schwimmrunden in Seen oder im Meer.

          Die Brille wird mit einer App verbunden und kann Zeiten, Distanzen, Geschwindigkeit und alles mögliche andere anzeigen, auch die Herzfrequenz, wenn man sich einen Pulssensor per Kopfband an der Schläfe montiert. Rund 200 Euro muss anlegen, wer sich eine solche Brille leisten will. Eine vernünftige, wenngleich unintelligente Schwimmbrille bekommt man für fünf Euro.

          Scheiben-Laufrad

          Beim Zeitfahren einer Rad-WM sind die aerodynamisch schnellsten Rennmaschinen zu bestaunen. Eines dieser Räder kostet leicht 15.000 Euro. Ihre Hauptzielgruppe sind nicht Radrennfahrer, sondern Triathleten. Amateure vor allem. Die Klientel ist kaufkräftig. Deshalb stellt sich nur nicht bei Hightech-Rädern die Frage: Brauche ich das?

          Brauche ich als Amateur ein Scheiben-Laufrad, wenn ich beim Ironman richtig schnell fahren will? Nein. Das sollte man Profis überlassen. Ein Scheibenrad reagiert äußerst sensibel auf Seitenwinde, auf Böen. Wenn ein Freizeitsportler doch glaubt, er müsse damit antreten, sollte er es beherrschen – und von Haus aus richtig schnell sein, denn es gibt kaum etwas Peinlicheres, als mit einem Scheibenrad 180 Kilometer lang vor sich hin zu kriechen.

          Im Hamsterrad

          Die Triathlon-Langstrecke birgt Risiken. Für Muskeln, Gelenke, Sehnen, auch für den Kopf. Viele Amateure steigern ihren Trainingsaufwand ständig, manche trainieren neben ihrem Beruf mehr als 20 Stunden pro Woche. Die Wochenenden werden mit Training gefüllt, die Urlaube mit Trainingslagern. Die Gefahr ist, dass dabei Beziehungen und Familien zu Bruch gehen. Die Gefahr ist ein Immer-Mehr, vor allem bei jenen Triathleten, die auf eine Zeit fixiert sind, die sie erreichen wollen.

          Um nicht ins Hamsterrad zu geraten, in die Suchtfalle, in die Tyrannei der Ambitionen, hilft es, einen Trainer zu haben oder einen Kumpel, der diese Gefahr von außen reflektiert und auch mal auf die Bremse tritt. Mit Triathlon anzufangen, um irgendwann auf Hawaii zu starten, ist der falsche Ansatz. Wer es bis zum ersten Ironman geschafft hat, sollte sich vornehmen, in einer vernünftigen Verfassung ins Ziel zu kommen, auch wenn es dann zwanzig Minuten länger dauert. Die Hauptmotivation, sagen verantwortungsvolle Trainer, sollte immer der Spaß sein, das Erlebnis. Das hilft gegen zu viel Verbissenheit.

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