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Sport-Sonntagsfrage (6) : Haben Doper eine zweite Chance verdient?

  • Aktualisiert am

Ihre Meinung ist bei der Sport-Sonntagsfrage gefragt Bild: F.A.Z.

Einmal Betrüger, immer Betrüger? Dürfen Athleten sich weigern, gegen überführte Doper anzutreten? Oder hat jeder nach Verbüßen seiner Strafe eine zweite Chance verdient? Was meinen Sie?

          1 Min.

          Der kasachische Radprofi Alexander Winokurow ist im vergangenen Jahr Olympiasieger im Straßenrennen geworden, die russische Hammerwerferin Tatjana Lysenko hat in London ebenso Gold gewonnen wie die Türkin Asli Cakir Alptekin über 1500 Meter. Winokurow, Lysenko, Alptekin – drei Namen von vielen berüchtigten Dopern, die nach abgesessener Sperre zu großen Siegern wurden.

          Zu großen Siegern? Viele sehen das anders: einmal Betrüger, immer Betrüger. Darf man sagen, wir wollen gegen solche Athleten nicht antreten, auch wenn sie ihre Sperre hinter sich haben? Darf man sagen, ihr habt gedopt, und zwar über Jahre, und das mit harten Mitteln, ihr habt uns betrogen, und das tut ihr immer noch, weil das Doping euren Körper verändert hat, weil ihr davon immer noch profitiert? Oder soll man den Juristen folgen, die sagen: Jeder hat eine zweite Chance verdient!

          Siegerkuss mit Nebengeschmack: Alexander Winokurow kam nach Dopingsperre zurück - und gewann weiter Radrennen

          Und wie ist das mit den Sperren? Sind zwei Jahre für Ersttäter genug? Oder soll man Hardcore-Doper für länger oder für immer ausschließen, um saubere Athleten vor ihnen zu schützen?

          Sagen Sie uns Ihre Meinung und schreiben Sie an sonntagsfrage-sport@faz.de. Eine Auswahl Ihrer Antworten werden wir in der Sonntagszeitung am 23. Juni und bei FAZ.NET veröffentlichen.

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