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Skispringen : Sieg für Schmitt: „Bin erleichtert“

  • Aktualisiert am

Flüge wie in besten Zeiten: Martin Schmitt Bild: dpa

Team-Olympiasieger Martin Schmitt hat beim Weltcup der Skispringer in Lahti seinen ersten Saisonsieg gelandet. Zweiter wurde der Pole Adam Malysz.

          Mit seinem neuen Ski hat sich Martin Schmitt den ersten Saisonsieg gesichert. Der Team-Olympiasieger gewann am ersten Tag der Finnischen Skispiele in Lahti das Großschanzenspringen vor Weltcup-Spitzenreiter Adam Malysz (Polen) und Robert Kranjec (Slowenien).

          Wegen einer Schienbein-Blessur war Vierschanzentournee-Gewinner Sven Hannawald (Hinterzarten) zum ersten Wettbewerb nach den Olympischen Spielen von Salt Lake City nicht angetreten.

          „Lieblingsschanze“

          „Ich bin erleichtert und froh. Jetzt will ich noch ein paar gute Wettkämpfe machen“, erklärte Martin Schmitt nach dem 28. Weltcup-Einzelsieg seiner Karriere. Die Schanze in Lahti, wo er im Vorjahr zweimal zu WM-Titeln geflogen war, erklärte Schmitt zu „einer meiner Lieblingsschanzen. Hier kann ich mich wirklich nicht beklagen.“

          Hinter Schmitt schafften auch Christof Duffner (Schönwald) und Michael Uhrmann (Rastbüchl) auf den Rängen sieben und neun starke Resultate. Doppel-Olympiasieger Simon Ammann (Schweiz) wurde Sechster. Team-Olympiasieger Stephan Hocke (Oberhof) schaffte dagegen im ersten Durchgang nur 101,5 Meter und verpasste als 44. das Finale der besten 30 klar.

          Hannawald hofft auf Skiflug-WM

          Hannawald verzichtete wegen der Nachwirkungen seines Sturzes beim olympischen Großschanzen-Springen von Park City auf einen Start in Lahti und damit zugleich auf seine Chancen im Kampf um den Gesamtweltcup. Der an einer Verhärtung im rechten Schienbeinmuskel laborierende Team-Olympiasieger will am kommenden Wochenende (9. /10. März) bei der Skiflug-WM im tschechischen Harrachov wieder antreten.

          Im Gesamtweltcup liegt Hannawald mit 1059 Punkten weiter hinter Malysz (1290) auf dem zweiten Rang. Schmitt ist mit 639 Zählern in dieser Wertung Sechster.

          Vertrauen in den „Tiger-Ski“

          Im ersten Durchgang erzielte Schmitt mit 125,5 Metern bereits die Bestweite und ging dadurch mit 1,3 Punkten Vorsprung auf Ahonen und Malsyz in das Finale. Der viermalige Weltmeister aus dem Schwarzwald vertraute dabei erneut auf seinen im Teamspringen von Park City erstmals ausprobierten „Tiger-Ski.“ Schmitts französischer Skiausrüster hatte das neue Modell in Salt Lake City zu Werbezwecken in einem Tiger-Design präsentiert und damit den Namen geprägt.

          Im Finale schaffte der deutsche Vorflieger 125 Meter und hielt damit Malysz mit 3,1Punkten Vorsprung auf Distanz. „Ich wusste nicht, wie weit die anderen vor mir gesprungen waren und dachte, dass es ganz knapp wird. Aber zum Glück hat es gereicht“, meinte Schmitt. Trainer Andreas Bauer kündigte weitere Großtaten Schmitts an: „Mit dem Martin ist bei der Skiflug-WM und den letzten Weltcups wieder zu rechnen. Auch wenn die Flüge noch nicht perfekt waren, aber das Selbstvertrauen stimmt wieder.“

          Neben Hannawald fehlen in Lahti auch Bundestrainer Reinhard Heß (Gast im Schwarzwald beim Abschluss-Springen des 94er Team-Olympiasiegers Hansjörg Jäkle/Schonach) und dessen Assistent Wolfgang Steiert, der sich beim Tanzen einen Mittelfußbruch zugezogen hatte.

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