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Skispringen : Hannawald kritisiert Trainer - Späth Vierter

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Erster Flug über 200 Meter: Georg Späth Bild: AP

Der Sieger Roar Ljoekelsoy feierte einen Schanzenrekord von 223 Metern. Georg Späth kam mit 206,5 Metern auf Rang vier. Sven Hannawald, der weiter pausiert, monierte Fehler in der Saisonvorbereitung.

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          Georg Späth jubelte über seinen ersten 200-m-Flug und Rang 4, Roar Ljökelsöy über den fünften Saison-Sieg und einen grandiosen Schanzenrekord. Der Norweger verbesserte am Samstag beim Skiflug-Weltcup in Oberstdorf mit 223 m die alte Bestmarke des Österreichers Andreas Widhölzl gleich um sieben Meter und krönte damit seinen Gala-Auftritt vor knapp 30.000 Fans.

          Die jubelten vor allem über die Leistung von Lokalmatador Späth, der sich auf der Heini-Klopfer-Schanze eindrucksvoll in der Weltspitze zurückmeldete und mit seinem Sprung auf 206,5 m im ersten Durchgang einen lang gehegten Wunsch erfüllte. „Das war ein total
          geiles Gefühl. Es war unbeschreiblich. Ich bin happy“, sagte der Oberstdorfer.

          „Sprung nah am Maximum“

          Mit 394,7 Punkten mußte Späth nur dem Japaner Noriaki Kasai (401,6), dem Finnen Janne Ahonen (402,8) und dem überragenden Ljökelsöy (413,9) den Vortritt lassen. Maximilian Mechler wurde Zehnter vor Martin Schmitt und Michael Uhrmann. „Mit der Mannschaftsleistung bin ich zufrieden“, sagte Bundestrainer Wolfgang Steiert.

          In der Gesamtwertung behauptete Ahonen mit 1.020 Punkten seine Führung vor Ljökelsöy (836). Der Norweger strahlte nach seinem unglaublichen Flug auf nicht für möglich gehaltene 223 m. „Ich glaube, der Sprung war nah am Maximum. Ich hatte das Gefühl, alles lief prima“, sagte Ljökelsöy.

          Steiert weist Hannawald-Kritik zurück

          Dies konnte Steiert nicht behaupten, denn ausgerechnet sein Lieblingsschüler Sven Hannawald übte erstmals öffentlich Kritik an der Saison-Vorbereitung. „Wir haben im letzten Sommer andere Voraussetzungen geschaffen. Die waren sportartspezifisch nicht so toll wie in den Jahren zuvor. Aber das wissen die Trainer auch. Wir stehen jetzt dazu und ziehen das bis zum 14. März ohne Querelen durch“, sagte der wegen seiner Formkrise seit dem 17. Januar pausierende Hannawald in einem RTL-Interview und kündigte für das Frühjahr eine kritische Aussprache an. „Man kann nicht alles auf den Sommer schieben, zumal Sven da vier Wochen krank war“, wies Steiert die Kritik zurück.

          Pech hatte Vierschanzentournee-Sieger Sigurd Pettersen, der im ersten Durchgang stürzte und mit Verdacht auf Rippenbruch ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Der Norweger, im Gesamtweltcup derzeit Dritter, muss damit ein vorzeitiges Saisonende befürchten.

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