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Skispringen : Fünfter Sieg in Serie für Hannawald

  • Aktualisiert am

Sven Hannawald: Dank an die Fans Bild: AP

Nach dem Triumph bei der Vierschanzentournee hat Sven Hannawald auch das Weltcup-Springen in Willingen gewonnen. Das deutsche Team wurde am Sonntag dritter.

          2 Min.

          Die Siegesserie von Sven Hannawald hält an. Der Gewinner der Vierschanzentournee gewann am Samstag auch den Skisprung-Weltcup in Willingen und damit sein fünftes Springen in Folge.

          Vor 40.000 begeisterten Zuschauern schaffte der Hinterzartener den ersten deutschen Sieg an der Mühlenkopfschanze. Hannawald kam auf 141,5 sowie 148 m und erhielt dafür 319,1 Punkte. Zweiter wurde der Finne Matti Hautamäki (309,0) vor seinem Landsmann Veli-Matti Lindström (298,8).

          "Was Sven gebracht hat, ist sensationell"

          Martin Schmitt, der nach dem ersten Durchgang noch geführt hatte, wurde nach 113,5 m im zweiten Sprung nur 18. Hannawald hingegen war nach seinem neuerlichen Coup aus dem Häuschen und ließ sich von den begeisterten Fans feiern. „Es war, als würde mir eine Turbine entgegenblasen, ich konnte mich richtig in den Sprung reinhängen“, verriet Hannawald, der nach 14 von 23 Weltcup-Wettbewerben Adam Malysz immer näher rückt.

          Seriensieger: Sven Hannawald

          Auch beim Mannschafts-Wettbewerb am Sonntag war Hannawald mit 148,5 und 141,5 m der beste Springer. Deutschland kam mit Hannawald, Schmitt, Christof Duffner (Schönwald) und Stephan Hocke (Oberhof) im letzten Team-Weltcup vor den Olympischen Winterspielen mit 1112,0 Punkten auf Platz drei. Vor 35 000 Zuschauern gewann Österreich (1143,3) vor Finnland (1126,4).

          „Was Sven gebracht hat, ist sensationell. Ich freue mich, dass er das durchgestanden hat. Wir sollten darauf achten, dass er nicht irgendwann zusammenbricht“, sagte Bundestrainer Reinhard Heß.

          Ratlosigkeit über Martin Schmitt

          Ratlos war Heß angesichts des Absturzes von Martin Schmitt. Der viermalige Weltmeister ging nach seinen 142 m als letzter Springer in die Anlaufspur und landete bereits nach 113,5 m: „Ich kann es noch gar nicht richtig erklären, es ist eigentlich sehr schade für ihn.“ Schmitt machte fehlende Thermik für seinen schwachen zweiten Sprung verantwortlich: „Ich habe keinen Druck unter den rechten Ski bekommen. Daher musste ich korrigieren, und damit war schon alles vorbei.“

          Hannawald jedenfalls hätte Schmitt den Sieg gegönnt: „Es wäre mir auch egal gewesen, wenn ich Zweiter geworden wäre.“ Christof Duffner (Schönwald) schaffte mit seinem 10. Platz als fünfter deutscher Springer nach Schmitt, Hannawald, Stephan Hocke (Oberhof) und Georg Späth (Oberstdorf) die interne Olympia-Qualifikation. „Wenn der Bundestrainer sagt, ich bin dabei, freue ich mich und bereite mich gezielt auf Salt Lake City vor“, sagte der 30- Jährige nach seinen Sprüngen von 128,5 und 136 m (273,5).

          Regen und Schnee in Willingen

          Auch die anderen deutschen Springer überzeugten: Hocke wurde 11., Späth 14. Hingegen können Alexander Herr (Schonach-Rohrhardsberg/21.) und Michael Uhrmann (Rastbüchl), der den 2. Durchgang verpasste, die Olympischen Winterspiele in Salt Lake City wohl abschreiben.

          Der Finaldurchgang musste nach 16 Springern neu gestartet werden, weil sich durch Regen und Schneefall Wasser in der Anlaufspur gebildet hatte. „Die Athleten hatten das Gefühl, zu langsam am Tisch zu sein“, erklärte Renndirektor Walter Hofer.

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