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Skispringen : Adam Malysz Weltcupsieger der Skispringer

  • Aktualisiert am

Gesamt-Sieger: Adam Malysz Bild: AP

Bei der Vierschanzentournee triumphierte Sven Hannawald, bei Olympia war Simon Ammann der Beste, den Gesamtweltcup gewann Adam Malysz.

          1 Min.

          Dem 24-jährigen Polen Adam Malysz reichte am Freitagabend ein zweiter Platz beim Weltcup in Trondheim hinter dem Finnen Matti Hautamäki, um seinen Titel als Gesamt- Weltcupsieger der Skispringer zu verteidigen.

          Bei zwei noch ausstehenden Wettbewerben kann Malysz mit 1415 Punkten nicht mehr von Sven Hannawald (1179) eingeholt werden. Der Skiflug-Weltmeister aus Hinterzarten wurde in Trondheim Dritter. „Adam ist ein absolut starker Springer, der verdient den Weltcup gewonnen hat. Bei der Skiflug-Weltmeisterschaft hat er einfach nur Pech“, sagte Hannawald.

          Adam Malysz mit alter Form

          Bundestrainer Reinhard Heß schloss sich den Glückwünschen an: „Ich gratuliere ihm recht herzlich. Das schließt aber nicht aus, dass wir bei den Saisonhöhepunkten an ihm vorbeigegangen sind.“ In der WM-Stadt von 1997 fand für Malysz eine wechselhafte Saison einen versöhnlichen Abschluss.

          Nach Niederlagen bei der Vierschanzentournee, den Olympischen Winterspielen und der Skiflug-WM fand der Springer aus der Hohen Tatra zur alten Form zurück. Mit Sprüngen von 131,5 und 130,5 m (266,4 Punkte) musste er nur Matti Hautamäki (134,0 + 130,5/280,0) den Vortritt lassen. Sven Hannawald erhielt für Sprünge von 125 und 127,5 m 257,5 Punkte.

          Schmitt: „Irgendetwas hat gefehlt im Hang“

          Martin Schmitt (Furtwangen) hatte wie bereits in den Vorjahren Probleme mit der Schanze und kam auf Platz sechs. Nach seinem zweiten Platz von Falun büßte er seine Chancen auf eine erneute Platzierung auf dem Treppchen bereits im ersten Durchgang ein. 120,5 m bedeuteten vorerst nur Rang elf. „Irgendetwas hat gefehlt im Hang“, sagte der Mannschafts-Olympiasieger.

          Bundestrainer Reinhard Heß wusste auch was: „Das hier ist einfach nicht seine Schanze. Er ist für eine Anlage ohne Vorderluft zu schnell. Man kann seinen Stil einfach nicht ändern.“ Dank 123,5 m im Finaldurchgang schob sich Schmitt mit 236,7 Punkten noch um einige Plätze nach vorn.

          Christof Duffner (Schönwald) wurde Zwölfter. „Im Moment bin ich zufrieden. Seit der Olympiade läuft es nicht schlecht“, sagte der 30 Jahre alte „Oldie“ der deutschen Mannschaft nach Sprüngen von 123,5 und 115,5 m. Michael Uhrmann (Rastbüchl) wurde 18., Stephan Hocke (Oberhof) kam auf Platz 29.

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