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Skifliegen : Hannawald fliegt am Kulm zum Sieg

  • Aktualisiert am

Flug aufs Stockerl: Sven Hannawald Bild: AP

Nach Platz zwei hinter Florian Liegl am Samstag konterte Sven Hannawald und gewann das zweite Skifliegen der Saison vor dem Österreicher.

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          Nach dem Siegflug am Kulm ballte Sven Hannawald die Faust und signalisierte der Konkurrenz seine Bereitschaft zum Kampf um die Kristallkugel.

          Dank seines insgesamt 17. Weltcupsieges beim Skifliegen in Bad Mitterndorf rückte der Hinterzartener im Gesamtklassement mit 901 Punkten auf Rang drei vor und ist dem Führungsduo Janne Ahonen (928) und Adam Malysz (927) dicht auf den Fersen. „Jetzt freue ich mich auf Willingen“, erklärte Hannawald, der am kommenden Wochenende vor heimischer Kulisse das Gelbe Trikot des Spitzenreiters erobern kann.

          Liegl siegte am 20. Geburtstag

          Nach seinem zweiten Rang beim ersten Springen drehte der 28- Jährige am Sonntag vor erneut über 40.000 Zuschauern den Spieß um und verwies Vortagessieger Florian Liegl (Österreich) und Matti Hautamäki (Finnland) auf die Plätze.

          Mit 378,8 Punkten für Sprünge von 195 und 196,5 m lag Hannawald deutlich vor dem österreichischen Shootingstar (370,7), der sich mit seinem ersten Weltcuperfolg am Samstag selbst das schönste Geschenk zu seinem 20. Geburtstag bereitet hatte.

          „Mein Akku ist nicht leer“

          „Ich hatte nicht gedacht, dass ich den Wettkampf so gut durchbringe. Ich hätte mich auch über zwei dritte Plätze gefreut, denn in diesem Winter geht es sehr eng zu“, sagte ein strahlender Hannawald nach seinem fünften Saisonerfolg.

          Dem Mannschaftsolympiasieger gelang zwar keine „Super-Granate“, dafür setzte er bei seinen zwei guten Sprüngen jeweils eine blitzsaubere Telemark-Landung. „Ich fühle mich erstaunlich frisch, mein Akku ist nicht leer“, meinte der Schwarzwälder nach dem erfolgreichen Wochenende.

          Schmitt weiter im Formtief

          Davon konnte bei Martin Schmitt keine Rede sein, denn der viermalige Weltmeister steckt weiter im Formtief. Nach Platz zwölf am Samstag reichte es am Sonntag mit Sprüngen von 163 und 160,5 m nur zu Rang 20 und der bitteren Erkenntnis: „Es stimmt nicht richtig. Ich habe schon beim Anlauf Probleme, die sich auf den Sprung übertragen. Es fehlt das richtige System.“

          Knapp drei Wochen vor der ersten WM-Entscheidung wird die Zeit für den viermaligen Weltmeister aus Furtwangen immer knapper. „Es nutzt aber nichts, jetzt zu hadern. Da muss ich durch und versuchen, die Fehler abzustellen“, sagte der 25-Jährige, der zugab: „Der Spaßfaktor tendiert momentan gegen Null.“

          Neue WM-Chance für Duffner?

          Von den DSV-Startern konnte sich neben Hannawald nur Christof Duffner positiv in Szene setzen. Der 31-Jährige aus Schönwald erfüllte mit dem zwölften Platz am Sonntag die Teilnorm für die Weltmeisterschaften in Predazzo. Damit brachte sich der Schwarzwälder als Kandidat für das letzte WM-Ticket, das nach dem Weltcup in Willingen vergeben wird, ins Gespräch.

          „Eigentlich habe ich die WM lange abgehakt. Sollte es dennoch klappen, wäre es okay“, meinte Duffner. Die bereits qualifizierten Michael Uhrmann (Rastbüchl) als 23. und Georg Späth (Oberstdorf) als 27. erfüllten die Erwartungen dagegen nicht. Kai Bracht (Oberstdorf) wurde 25.

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