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Ski : Voll im Trend: Freestyle

  • -Aktualisiert am

Tricky und trendy: Freestyle Bild: Atomic

Dank neuer Techniken ist nun auch Skifahren wieder angesagt: Mit kürzeren Ski machen die Freestyler die Spielwiesen der Snowboarder unsicher.

          Mancher mag verwirrt sein ob der vielen Namen und Produkte, die auf dem Wintersportmarkt Einzug gehalten haben. Da gibt es Freestyle-Ski und Slope Style, Skiboards, Snowskates und New School oder auch Twin Tip-Ski.

          Viele Namen, die alle den neuen Trend beschreiben: Mit kürzeren Skiern und wenig Reglementierung auf neuen Wegen wandeln - und das Skifahren dem Snowboardfahren annähern: in Gelände, Figuren und Geisteshaltung.

          Kürzer als Carver

          Diese neuen Sportgeräte - wie auch immer sie genannt werden - haben alle gemeinsame Eigenschaften: Sie sind kürzer als Carving-Ski (zwischen 80 und 130 cm), breiter um die Bindung und die meisten sind an beiden Skiendenden hochgebogen (genannt Twin Tip). Diese Konstruktionsweise begünstigt den Einsatz der neuen Ski in Funparks, in Parcours und auf Geländern sowie in Pipes.

          Die geringe Länge der Ski bringt eine große Wendigkeit mit sich, was von Sprüngen über das Durchfahren von Parcours mit Hindernissen alles erleichtert. Die Verbreiterung des Skis im Bindungsbereich macht die Landung nach Sprüngen stabiler. Und ein Twin Tip-Ski, der - wie ein Freestyle-Snowboard - an beiden Enden nach oben gebogen ist, erlaubt neben dem Vorwärts- auch das Rückwärtsfahren.

          New School - die neue Schule des Skifahrens

          Diese neue Art des Skifahrens heißt „Freestyle", „Slope Style" oder „New School", wobei die Begriffe nicht klar abzugrenzen sind und oft als Synonyme verwendet werden. Der Begriff Freestyle-Ski ist der bekannteste: Größen wie Tatjana Mittermeier oder Fuzzy Garhammer, die „Trickskifahrer", haben ihn geprägt. Die klassischen Freestyle-Disziplinen sind Buckelpiste, Springen und Skiakrobatik (Ballet), auch „Old School“ genannt.

          Zu diesen eingeführten Disziplinen kommt die „New School", die neue Schule des Freestyle-Sports. Während das Trickskifahren inzwischen sehr reglementiert ist und Körperspannung das A und O, war der Drang zu weniger reglementierten Erscheinungsformen groß.

          Auf den Spuren der Snowboarder

          In der „New School" werden beispielsweise die Sprünge in Snowboardmanier mit Grabs (dem Griff an die Ski) gekoppelt und die Sprache an die Skater- und Boardersprache angepasst (z.B. Spin für Drehung um die Längsachse und Flip oder Loop für einen Salto). Solche Sprünge werden in der Halfpipe ausgeführt, oder aber auf einer Schanze, beim „Big Air".

          Neu ist auch der Skiercross. Hier starten wie beim Boardercross vier oder sechs Fahrer auf einen Hindernis-Parcours durch Steilwände, Wellen und Sprünge. Nur die Bestplatzierten dieser schnellen Jagd durch den Schnee erreichen die nächste Runde - was zählt, ist alleine die Fahrzeit. Deshalb gilt es Stürze zu vermeiden und Kollisionen mit anderen Fahrern aus dem Weg zu gehen.

          Verjüngungskur für den Skisport

          In all diesen Disziplinen werden inzwischen auch Wettbewerbe durchgeführt. Sie folgen keinen starren Regeln und lassen viel Raum für Fantasie, Interpretation und „Style". Die Fahrer sollen sich auf der Piste ausleben und das Fahren genießen. Daher kommt ursprünglich auch der Name „Slope Style": eben eine Ausdrucksweise auf der Piste.

          Diese neuen Arten des Skifahrens sind eine Chance für den traditionellen Sport, auch wieder junge Fahrer für das beidbeinige Fahren im Schnee zu begeistern. Aber auch für geübte Skifahrer können diese neuen Geräte eine spaßbringende Abwechslung sein.

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